Skip to main content
Jetzt spenden
Das Mädchen Anja - ein Opfer unter vielen
Robert Knoth / Greenpeace

Ein Schicksal unter vielen

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Anja wurde 1990 geboren. Ihre Eltern Valentina and Watzlaw Pesenko stammen aus Sakopitje. Sakopitje wurde durch den Reaktorunfall in Tschernobyl 1986 hochgradig verseucht. An Anjas Körper offenbaren sich die Folgen. Im Alter von vier Jahren diagnostizierten die Ärzte einen Hirntumor. Heute ist Anja 15 und wird ihr Bett wohl nie mehr verlassen können.

Zwanzig Jahre nach dem Super-Gau in Tschernobyl kämpfen Anja und ihre Eltern jeden Tag mit dem schrecklichen Erbe der Katastrophe. Jede Viertelstunde muss das Mädchen gewendet werden, damit sie sich nicht wund liegt und die Schmerzen noch schlimmer werden. Die Familie lebt heute in Gomel, einer sozial und wirtschaftlich ruinierten Gegend ohne Arbeit und mit wenig Hoffnung. Das unbewohnbare Sakopitje wurde zugeschüttet und ist von der Landkarte getilgt.

Anjas Schicksal ist kein Einzelfall. In der Ukraine, Russland und Weißrussland leben Hunderttausende, denen in einer Frühlingsnacht im Jahre 1986 die Chance auf ein normales Leben genommen wurde. Jeder von ihnen steht für ein weiteres Schicksal, das für immer von der Katastrophe gezeichnet bleiben wird.

Sie sind Beleg dafür, dass Nukleartechnologie gefährlich ist. Und sinnlos ist sie obendrein. Wir brauchen keine Atomenergie. Erneuerbare Energien wären in der Lage, unsere Bedürfnisse zu decken. Trotzdem fordern viele Politiker:innen hierzulande lautstark Laufzeitverlängerungen für Atommeiler oder gar den Bau neuer AKWs.

Wem dienen die UN und ihre Internationale Atomenergiebehörde (IAEA)? Wenn sie tatsächlich wirksam gegen Atomwaffen vorgehen will, warum ist die IAEA dann federführend bei der Entwicklung neuer Nukleartechnologien? Sind es Frieden und Menschenrechte, die auf der UN-Agenda ganz oben stehen, oder sind es die Interessen der Atomindustrie?

Wir bitten Sie im Namen Anjas und im Namen all der Kinder, deren Leben durch Tschernobyl zerstört wurde: Sorgen Sie dafür, dass es nie mehr einen Atomunfall wie den in Tschernobyl geben kann! Sagen Sie NEIN zur Atomkraft!

Mehr zum Thema

Martin Kaiser, Executive Director of Greenpeace Germany

Atomkraft – keinen Tag länger!

  • 04.10.2022

Warum wir weiter für den Atomausstieg am 31.12.2022 sind.

mehr erfahren
Exit Projection at the Isar 2 NPP

Atomkraftwerke abschalten

  • 28.09.2022

Atomkraft ist nicht nur riskant, sondern auch keine Lösung für die Energiekrise: deutsche AKW sind unsicher, leergebrannt und derzeit nicht einsetzbar. Die Fakten.

mehr erfahren
Fukushima Map

Fukushima

  • 23.09.2022

Der 11. März 2011 versetzte Japan in einen Ausnahmezustand, der bis heute anhält. Die dreifache Katastrophe von Erdbeben, Tsunami-Flutwelle und Super-GAU traf das Land bis ins Mark.

mehr erfahren
Staff Portrait of Gianna Martini

Atomausstieg: Keinen Tag länger

  • 29.08.2022

Ich will, dass deutsche Atomkraftwerke am 31.12. vom Netz gehen. Und keinen Tag später. Denn Atomkraft ist gefährlich - und hilft uns in der derzeitigen Gasmangellage nicht weiter.

mehr erfahren
So funktioniert ein Druckwasserreaktor, Grafik

Wie funktioniert ein AKW?

  • 24.08.2022

Atomkraftwerke nutzen die Energie von Wasserdampf, um an Stromgeneratoren gekoppelte Turbinen anzutreiben. Die Wärme entsteht durch die Kernspaltung.

mehr erfahren
Transporter vor AKW-Kühlturm

Greenpeace radiation investigation at Chornobyl

  • 18.07.2022

Near the ruins of the Chornobyl nuclear power plant, an international team of radiation experts led by Greenpeace Germany is examining abandoned Russian positions for radioactive contamination.

mehr erfahren