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Jugendliche zeigen Politik und Industrie das große X

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X für Protest

Die Entscheidung für den Standort Gorleben, dicht an der früheren DDR-Grenze gelegen, fiel 1977. Sie war rein politisch motiviert. Die Wendländer wurden nicht gefragt, ob sie den strahlenden Risikomüll direkt vor ihrer Haustür haben wollten – und stellten sich quer. Innerhalb kürzester Zeit formierte sich eine ungeheure Protestbewegung, die bis heute nicht erlahmt ist. Der Tag X, als der erste Castor ins oberirdische Zwischenlager Gorleben rollte, wurde zum Symbol des Protests im Wendland und bundesweit. Im Zwischenlager sollen die Behälter 30 bis 40 Jahre lang abkühlen, bevor sie im unterirdischen Salzstock Gorleben eingelagert werden.

X für Protest

Die Entscheidung für den Standort Gorleben, dicht an der früheren DDR-Grenze gelegen, fiel 1977. Sie war rein politisch motiviert. Die Wendländer wurden nicht gefragt, ob sie den strahlenden Risikomüll direkt vor ihrer Haustür haben wollten – und stellten sich quer. Innerhalb kürzester Zeit formierte sich eine ungeheure Protestbewegung, die bis heute nicht erlahmt ist. Der Tag X, als der erste Castor ins oberirdische Zwischenlager Gorleben rollte, wurde zum Symbol des Protests im Wendland und bundesweit. Im Zwischenlager sollen die Behälter 30 bis 40 Jahre lang abkühlen, bevor sie im unterirdischen Salzstock Gorleben eingelagert werden.

Salzstock Gorleben: eine Not - keine Lösung

Das Problem ist: Der Salzstock Gorleben hat kein durchgängiges wasserdichtes Deckgebirge, das die Strahlung langfristig zuverlässig von der Umwelt abschirmen könnte. Die Einlagerung von hochradioaktivem Atommüll in den Salzstock würde die Trinkwasserversorgung im Wendland gefährden. Trotzdem bestehen die Atomstromkonzerne RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW auf dem Standort für ihren Atommüll. Mit den Transporten ins Zwischenlager schaffen sie schon Fakten, bevor überhaupt eine Genehmigung für die Endlagerung im Salzstock erteilt ist.

{image}So viel Ignoranz bringt die jungen Anti-Atomdemonstrant/innen in Rage. Der Salzstock in Gorleben ist unsicher. Obwohl das alle wissen, ist er doch immer noch der geplante Endlagerstandort für Atommüll, sagt die 18-jährige Greenpeacerin Steffi Retzar aus Neubrandenburg. Jeder weitere Transport macht das Endlager Gorleben wahrscheinlicher. In meinen Augen darf das einfach nicht sein. Mit dieser Meinung steht sie nicht allein. Junge Menschen in ganz Deutschland lehnen ein Endlager in Gorleben ab. Das belegt eine Emnid-Studie, die Greenpeace im August 2005 veröffentlicht hat: 73 Prozent der 14 bis 29-Jährigen sind gegen ein Endlager in Gorleben.

Auch Thomas Breuer, Atomexperte bei Greenpeace, kritisiert den leichtfertigen Umgang mit dem strahlenden Erbe der Atomenergie. Die Industrie ist nur an ihrem Gewinn interessiert. Dass im Wendland an Trinkwasserbrunnen eines Tages vielleicht Radioaktivitätszeichen prangen, interessiert sie nicht.

Alles wieder von vorn? Nein danke!

Wenn die Atomindustrie schon keines zeigt, sollten wenigstens die Politiker sich durch Verantwortungsbewusstsein auszeichnen. Stattdessen hat die CDU/CSU die Debatte um Atomstrom neu eröffnet. Wenn es nach Angela Merkel geht, darf sogar ein Uralt-AKW wie Biblis am Netz bleiben, obwohl sein erhöhtes Gefahrenpotenzial bekannt ist.

Biblis A wurde 1974 in Betrieb genommen, Biblis B zwei Jahre später. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich im ältesten Reaktor Deutschlands ein schwerer Unfall ereignet, ist fast 18-mal höher als bei neueren Anlagen. Zudem ist er ein hervorragendes Ziel für Terrorangriffe. Biblis A würde maximal den Absturz einer langsam fliegenden Sportmaschine aushalten.

Der Atomkonsens legt fest, dass Laufzeitübertragungen nur von älteren auf jüngere Meiler erfolgen sollen. Eine Übertragung von neuen auf alte Reaktoren ist nur möglich, wenn Kanzleramt, Umweltministerium und Wirtschaftsministerium zustimmen. Laufzeitübertragungen auf Biblis A untersagt der Vertrag ausdrücklich. Der Meiler soll 2008 abgeschaltet werden. Die Glaubwürdigkeit der SPD wird daran gemessen werden, ob sie im Fall Biblis standhaft bleibt oder nicht.

Die Jugend zeigt, wo es langgeht

Die Greenpeace-Jugendlichen setzen sich seit drei Jahren im Rahmen der internationalen Jugendkampagne SolarGeneration für die Alternativen zur Atomkraft ein. Für die Energien der Zukunft aus Sonne, Wind und Wasser. Darüber hinaus unterstützt SolarGeneration den Widerstand im Wendland mit vielfältigen Aktivitäten.

Im Bereich der Erneuerbaren Energien haben wir ein riesiges Potenzial, das nur darauf wartet, genutzt zu werden. Ein Potenzial, das uns wirklich voranbringen kann, sagt Steffi Retzar. Obwohl Frau Merkel die Risiken der Atomenergie ganz genau kennt, hält sie weiter daran fest. In meinen Augen ist das eine verbohrte Politik – darum bin ich hier.

Jugendliche können ihre persönlichen Botschaften auch per SMS oder E-Mail an einen Ticker schicken. Er präsentiert ihre Forderungen auf der Homepage www.solargeneration.de. SMS bitte an: 0160-905 69 800, Nachrichten per E-Mail an: politbotschaft@solargeneration.de

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Terrorangriffe auf deutsche Atomkraftwerke - Bewertung der Gegenmaßnahmen

Terrorangriffe auf deutsche Atomkraftwerke - Bewertung der Gegenmaßnahmen

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