Skip to main content
Jetzt spenden
Natascha und Wadim Kuleschow aus Wesnowo, August 2005
© Robert Knoth / Greenpeace

Der Jahreskalender: Mai

1. Mai 1970: USA, Testgebiet Nevada: Zwei unterirdische Atombombentests Hod-A und B werden durchgeführt. Radioaktivität gelangt in die Umwelt.

2. Mai 1991: Japan, AKW Tomari in der Präfektur Hokkaido: Während einer Inspektion werden an 309 Leitschaufeln im Niederdruckteil der Turbine über 600 Risse gefunden.

3. Mai 1990: Deutschland, AKW Philippsburg 2: Funktionsstörung an einer Füllstandsmessung des Reaktordruckbehälters.

4. Mai 1982: Falklandkrieg: Der britische Zerstörer HMS Sheffield wird von einer Rakete versenkt. Möglicherweise hatte das Schiff Atombomben an Bord.

5. Mai 1994: Russland, AKW Belojarsk: Das Kraftwerk ist für Reparaturen heruntergefahren, als Natrium aus dem Sekundärkreislauf ausläuft und Feuer fängt.

6. Mai 1997: Japan, AKW Fukushima Daiichi in der Präfektur Fukushima: Schnellabschaltung von Block 4 wegen zu niedrigem Wasserstand im Reaktor.

7. Mai: Im Mai 1998 wird eine Cäsiumquelle im Stahlwerk des spanischen Los Barrios eingeschmolzen. Erhöhte Cäsium-137- Werte werden in Teilen Frankreichs und Italiens gemessen.

8. Mai 2004: Deutschland, AKW Philippsburg 1: An Notstrom-Dieselgeneratoren werden Funktionsstörungen festgestellt.

9. Mai 1966: China, Testgebiet Lop Nor in der Provinz Sinkiang: Oberirdischer Atombombentest.

10. Mai 1994: Deutschland, Tengen-Wiechs: Bei der Durchsuchung eines Gebäudes wird Plutonium gefunden.

11. Mai 1998: Indien: Unterirdische Atombombentests Shakti-1-3.

12. Mai 2000: USA, New Mexico: Das Feuer Cerro Grande kommt der Atomwaffenfabrik und den Atommüll-Lagerstätten des Los Alamos National Laboratory gefährlich nahe.

13. Mai 1998: Indien: Unterirdische Atombombentests Shakti-4-5.

14. Mai 1995: Kanada, AKW Bruce: Über 80 Tonnen Schwerwasser laufen während eines Unfalls aus. In den folgenden drei Tagen wird Tritium in die Atmosphäre freigesetzt.

15. Mai 1957: Pazifik,Weihnachtsinseln: Der oberirdische Atombombentest Grapple 1 wird von Großbritannien durchgeführt.

16. Mai 2004: Frankreich, AKW Cattenom 2: Feuer in einem Kabelkanal im Bereich der Turbinenhalle. Die Feuerwehr reißt eine Mauer ein, um brennende Kabel zu erreichen.

17. Mai 1985: Pazifik, Rongelap-Atoll: Greenpeace evakuiert Bewohner der Insel. Fallout von Atomtests, insbesondere von Bravo 1954, hat die Region massiv verstrahlt.

18. Mai 2000: Deutschland, AKW Lingen (Emsland): Das Feuerlöschwassersystem ist infolge eines Spannungsausfalls nicht verfügbar.

19. Mai 2000: Mittelmeer: Das britische Atom-U-Boot HMS Tireless hat ein Leck im Kühlkreislauf. Denselben technischen Fehler haben sechs baugleiche Atom-U-Boote.

{image}20. Mai 1978: Deutschland, AKW Isar: Kontamination außerhalb des Kontrollbereichs.

21. Mai 1946: USA, Los Alamos National Laboratory in New Mexico: Kritikalitätsunfall während eines Experimentes mit Plutonium. Ein Mensch stirbt, sieben werden stark verstrahlt.

22. Mai 1968: Das amerikanische Atom-U-Boot SSN-589 Scorpion geht mit zwei Atomwaffen an Bord 400 Seemeilen südwestlich der Azoren verloren.

23. Mai 1994: Russland, Atomkomplex Majak bei Tscheljabinsk: Radioaktive Aerosole werden durch das Ventilationssystem freigesetzt.

24. Mai 1968: Barentssee: Ein Teil des Reaktorkerns des sowjetischen Atom-U-Boots K-27 Kit schmilzt, etwa 20 Prozent der Brennelemente sind zerstört.

25. Mai: Im Mai 1994 zeigen Routinekontrollen eines Hauptabsperrventils im AKW Südukraine Schädigung der Hauptbolzen, verursacht durch Undichtigkeiten am Ventil.

26. Mai 1999: Kanada, Atomkomplex Chalk River: Vier Arbeiter werden bei einem Unfall mit Plutonium kontaminiert.

27. Mai: Im Mai 1993 wird im russischen AKW Kola ein Sicherheitsventil fehlerhaft geöffnet, der Druck im Primärkreislauf fällt.

28. Mai 1998: Pakistan: Unterirdische Atombombentests im Südwesten des Landes.

29. Mai 1999: Bulgarien, Grenzübergang Rousse: Zollbeamte nehmen einen Mann fest, der versucht hoch angereichertes Uran zu schmuggeln.

30. Mai 1998: Pakistan: Unterirdische Atombombentests im Südwesten des Landes.

31. Mai 1963: USA, Nellis Air Force Range in Nevada: Clean Slate II, Operation Roller Coaster, Plutonium wird gezielt freigesetzt.

Anmerkung: Die meisten Vorfälle sind auf den Tag genau ermittelt, diese Eintragungen beginnen mit der Jahreszahl. Vorfälle, für die sich aus den von uns benutzten Quellen nur der Monat nachweisen ließ, stehen im Fließtext mit der Jahresangabe im Satzverlauf.

V.i.S.d.P.: Thomas Breuer; Text: Alexandra Boehlke

  • Sonntagnachmittag in Naroditschi, August 2005

    Sonntagnachmittag in Naroditschi

    Überspringe die Bildergalerie
  • Dimitri Nowikow aus Rogin, August 2005

    Rogin: Tschernobyl Opfer

    Überspringe die Bildergalerie
Ende der Gallerie

Mehr zum Thema

Die vier Kühltürme des Atomkraftwerks Mochovce in der Slowakei

Falsches Grün

  • 04.11.2021

Kapern Atomenergie und Gas gerade den Green Deal der EU und machen ihn damit unbrauchbar? Ein geleaktes Paper aus Brüssel legt genau das nahe.

mehr erfahren
Expert:innen in Tschernobyl

Gefährliches Gestern

  • 25.04.2021

Die Katastrophe von Tschernobyl rückt in die Vergangenheit, ihre Folgen verschwinden aber nicht aus der Gegenwart. Sie sind eine Mahnung – auch an Atomkraftbefürworter:innen.

mehr erfahren
Luftbild vom Atomkraftwerk Fukushima

Der ewige Denkzettel

  • 14.04.2021

Die Katastrophe ist nicht vorbei: Auch zehn Jahre nach dem Atomunfall in Fukushima leiden japanische Bürger:innen unter den Folgen – während die Regierung Normalität vorgaukelt.

mehr erfahren
Dunkle Wolken über Fukushima

Gefährliche Mythen

  • 13.04.2021

Mit bewussten Fehleinschätzungen wird der Plan gerechtfertigt, Millionen Liter radioaktives Wasser aus Fukushima ins Meer abzulassen. Greenpeace entkräftet diese Halbwahrheiten.

mehr erfahren
AKW Gundremmingen

Nichts gelernt

  • 10.03.2021

Hat die Nuklearkatastrophe von Fukushima zu mehr Sicherheit in europäischen Atomkraftwerken geführt? Offenbar nicht: Ein aktueller Greenpeace-Bericht belegt die Versäumnisse.

mehr erfahren
Menschenkette zwischen den AKWs Brunsbüttel und Krümmel

Beim Ausstieg geschlampt

  • 05.03.2021

Der finanzielle Ausgleich für die Betreiber von Atomkraftwerken muss neu geregelt werden. Das ist im Sinne Vattenfalls und peinlich für die Bundesregierung.

mehr erfahren