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Greenpeace

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Brand und Schnellabschaltung kennen wir von dem jüngst in die Schlagzeilen geratenen Atommeiler im schleswig-holsteinischen Krümmel. Doch was genau versteckt sich hinter einer Schnellabschaltung? Daraus darf man keine falschen Schüsse ziehen: Nach Abschalten des Reaktors ist die Gefahr noch nicht gebannt, warnt Heinz Smital, Atomexperte von Greenpeace. Auch nach dem Abschalten kann es ohne Kühlung zu einer Kernschmelze kommen. Das Nachkühlen kann für Wochen notwendig sein. Selbst in Tschernobyl wird heute noch gekühlt.

Doch eine Schnellabschaltung hat nicht nur Auswirkungen auf den Reaktorkern. Wenn so ein monströser Stromeinspeiser ganz schnell abgeschaltet wird, hat das natürlich starke Spannungsschwankungen im Netz zur Folge. Dieses Auf- und Ab der Spannung zieht nun die Trafos in Mitleidenschaft und das kann dann zu den Bränden führen, erklärt Smital.

Die Erzeugung von Atomenergie birgt gewaltige Risiken für Mensch und Umwelt, zudem gibt es nach wie vor keine Lösung für das Atommüllproblem. Abgesehen davon kann es jederzeit in einem Atomreaktor zu einem Störfall kommen. Das Risiko, dass ganze Landstriche unbewohnbar gemacht werden, bleibt bestehen, solange es Atomkraftwerke gibt. Kein Sicherheitssystem ist perfekt. Im Lauf der Zeit zeigten die Reaktoren immer wieder Schwachstellen, die bei der Konstruktion nicht berücksichtigt wurden. Die einzig sichere Alternative: Abschalten!

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