Skip to main content
Jetzt spenden
Greenpeace lässt Textilien bei Hansecontrol auf Schadstoffe testen, im Oktober 2005.
Axel Kirchhof / Greenpeace

EU-Parlament versus Wettbewerbsrat

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Das EU-Parlament will Zulassungen für Chemikalien nur dann erteilen, wenn es keine sicheren Alternativen gibt, wenn gesellschaftliche Vorteile die Risiken rechtfertigen und das Risiko angemessen beherrscht werden kann.

Ginge es nach dem EU-Wettbewerbsrat, würde nur ein Teil der Chemikalien durch Alternativen ersetzt werden. Die Chemieindustrie soll selbst bestimmen dürfen, welches Risiko beherrschbar ist.

Greenpeace-Kommentar

Greenpeace begrüßt die Klarstellung des Wettbewerbsrats, dass PBT- und vPvB-Stoffe nicht angemessen beherrscht werden können. Sie würden nicht zugelasssen, wenn es angemessene Alternativen gibt. Unakzeptabel ist jedoch, dass Chemikalien wie CMR-Stoffe, die Krebs erregen, das Erbgut schädigen oder die Fortpflanzung stören können, weiterhin verwendet werden dürfen, wenn eine Wirkungsschwelle festgelegt werden kann. Das gilt auch dann, wenn angemessene Alternativen vorhanden sind!

Greenpeace fordert

Gesundheitsschädliche Chemikalien dürfen nicht zugelassen werden, wenn es sichere Alternativen gibt. Der Vorschlag des EU-Parlaments beruht auf dem Vorsorgeprinzip und verlässt sich nicht auf schwierige und subjektive Abschätzungen von Wirkungsschwellen.

Besonders gefährliche Stoffe sind

  • CMR-Stoffe: Chemikalien, die Krebs erregen, das Erbgut verändern oder die Fortpflanzung schädigen können.
  • PBT: schwer abbaubare und toxische Chemikalien, die sich in der Umwelt anreichern.
  • vPvB: Chemikalien, die praktisch nicht abgebaut werden und sich stark in der Umwelt anreichern können.
  • Chemikalien, die ähnlich Besorgnis erregend sind wie CMR, PBT oder vPvB-Stoffe, weil sie z.B. das Hormonsystem stören.

Die Unterschiede im Zulassungverfahren von EU-Parlament und EU-Wettbewerbsrat haben wir für Sie in einem Diagramm dargestellt:

Mehr zum Thema

Hologram Projection in Santiago Demands a Chile without Plastics

Internationaler Earth-Overshoot-Day

  • 28.07.2022

Heute, am Erdüberlastungstag, hat der Mensch sämtliche Ressourcen verbraucht, die der Planet in einem Jahr nachhaltig produzieren kann. Wie schaffen wir es wieder aus den Miesen?

mehr erfahren
Make Something Day in Hamburg: Aktivistin erstellt aus Plastikflaschen und Dosen ein Kleid an einer Schaufensterpuppe.

Erdüberlastungstag: Routinen durchbrechen

  • 28.07.2022

Nach dem Erdüberlastungstag sind die Ressourcen für dieses Jahr verbraucht. Wie wir besser haushalten und ein gutes Leben führen können, erzählt Frauke Wiese von der Europa-Universität in Flensburg.

mehr erfahren
MAKE SMTHNG Week Goes Millerntor Stadium, Hamburg Germany

Nachhaltigkeit in deutschen Kleiderschränken

  • 27.07.2022

Eine aktuelle Greenpeace-Umfrage anlässlich des Earth Overshoot Days belegt: Menschen kaufen Kleidung bewusster ein – und weniger davon als noch vor einigen Jahren.

mehr erfahren
Die Band Beatsteaks zum Auftakt der Tour in Potsdam am 19. Mai 2022

Mit den Beatsteaks auf Tour

  • 16.06.2022

Greenpeace begleitet die Band Beatsteaks in diesem Jahr erstmalig auf ihrer Tour. Ein Interview mit dem Bassisten Torsten Scholz über Ziele und Nachhaltigkeit im Band-Alltag.

mehr erfahren
Refill Action Day in Chemnitz

Refill Day

  • 15.06.2022

Wie finden wir den Weg aus der Plastikkrise? Unter anderem mit einer Karte: Am Refill Day zeigen wir mit der ReUse-Revolution-Map, wie Sie ohne Verpackungsmüll einkaufen.

mehr erfahren
Menschen am Strand auf Sylt

Fünf Tipps für nachhaltigen Urlaub

  • 15.06.2022

Viele zieht es im Urlaub in die Sonne, um endlich mal wieder zu entspannen. Fünf Tipps, wie wir beim Reisen Umwelt und das Klima schonen können.

mehr erfahren