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Handschuh Symbolbild zu The Fashion Duel im Januar 2013
Greenpeace

Valentino zeigt: Grün ist die Farbe der Saison

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Ob Gucci, Prada oder Armani - auch Luxusmarken bieten meistens keine umweltfreundliche Produktion. Für viel Geld bekommt man Mode aus der „Chemiefabrik“, verpackt in Papier aus Urwaldzerstörung. Und Leder-Accessoires fragwürdiger Herkunft. Nur die Marke Valentino glänzt im Ranking von Greenpeace Italien: Valentino ist das 16te Modehaus, das nach der Detox-Kampagne von Greenpeace umweltfreundlicher produzieren will.

Ende letzten Jahres hatte Greenpeace den 15 bekanntesten italienischen und französischen Luxus-Modemarken 25 unbequeme Fragen zur Herstellung ihrer Produkte gestellt.

Fragen wie: Stammt das Leder für Schuhe, Gürtel, Taschen und andere Accessoires von Rindern, für die der Amazonas-Urwald gerodet wurde? Auch für billiges Papier und Verpackungsmaterial werden Regenwälder zerstört - in Indonesien, der Heimat von Sumatra Tiger und Orang Utan. Unterhalten Sie Handelsbeziehungen zu solchen Urwaldzerstörern? Und analog zur aktuellen Detox-Kampagne: Werden in der Textilproduktion umwelt- und gesundheitsschädliche Chemikalien eingesetzt, die unsere wertvollen Wasserressourcen verschmutzen?

Große Modefirmen setzen leider keine Trends - bis auf eine Ausnahme

„Marken wie Chanel, Prada und Dolce & Gabbana gelten als Trendsetter“, sagt Chiara Campione, Kampaignerin bei Greenpeace Italien. „Ökologisch gesehen produzieren die meisten Luxusmarken aber nur Ladenhüter. Sie unternehmen nichts gegen die Freisetzung giftiger Chemikalien und die Abholzung von Regenwäldern ist ihnen völlig gleichgültig.“

Im Ranking zeigt sich: Nur Valentino erkennt, dass umweltfreundlicher Mode die Zukunft gehört: Die italienische Marke verpflichtet sich sowohl zum Detox-Programm von Greenpeace als auch zum Verzicht von Produkten aus Urwaldzerstörung.

Andere Marken wie Chanel, Dolce & Gabbana oder Prada verweigern jede Auskunft zur Herstellung ihrer Kollektionen. Sechs von 15 Luxusmarken behandeln Umweltzerstörung als Betriebsgeheimnis. Im Mittelfeld bewegt sich zum Beispiel Armani. Das Unternehmen hat gute Beschaffungsrichtlinien für Papier und will kein Leder aus Urwaldzerstörung einsetzen. Beim Thema Chemikalien stellen sich die Italiener jedoch stur: Obwohl Greenpeace in einem großen Textilien-Test Weichmacher (Phthalate) und andere hormonell wirksame Schadstoffe in Kleidung von Armani festgestellt hat will sich das Unternehmen den Detox-Bemühungen anderer Modehäuser nicht anschließen (www.greenpeace.de/detox).

Greenpeace fordert die Luxusmarken auf, Mode zu produzieren, die ihr Geld auch wert ist. Rohstoffe, Verarbeitung und Verpackung sollten nachhaltig sein und nicht zur Umweltzerstörung beitragen.

  • Clean Up Fashion Aktion in New York Februar 2013

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