Jetzt spenden
Workers at a Textile Factory in China
© Jeff Lau / Greenpeace

Tschechien: Bootstour gegen Chemie in Flüssen

Label
Einmalig
Label
Monatlich
Standardintervall
Monatlich

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Tschechische Greenpeace-Aktivist:innen sind am Mittwoch in Prag zu einer zweiwöchigen Elbe-Bootstour aufgebrochen. Sie wollen Wasserproben nehmen und auf die schädliche Chemikalie Nonylphenol untersuchen.

Nonylphenol darf in der EU nicht eingesetzt werden, findet sich aber als Rückstand in importierten Konsumgütern wie Textilien. Aus den Haushalten kann es über das Abwasser in die Flüsse gelangen. Es ist extrem giftig für Wasserlebewesen und wirkt sich schädlich auf das menschliche Hormonsystem aus.

Die Chemikalie wird in der asiatischen Textilindustrie eingesetzt, vor allem in China. Dort lassen große internationale Textilfirmen ihre Ware herstellen. Die Rückstände in der Kleidung sind zwar meistens zu gering, um die Gesundheit der Endverbraucher zu gefährden. In China aber, wo die Kleidungsstücke vor dem Export gewaschen werden, verseucht Nonylphenol die Flüsse und damit das Trinkwasser von Millionen Menschen.

Greenpeace hat im Juli 2011 eine Kampagne gegen gefährliche Chemikalien in der Kleidung gestartet: Detox (Entgiftet unsere Kleidung). Ziel ist, große Textilhersteller davon zu überzeugen, dass schädliche Substanzen aus der Produktion verbannt werden müssen. Adidas, Nike und Puma haben bereits reagiert. Bis 2020 wollen sie schädliche Substanzen wie Nonylphenol aus dem Produktionsprozess ihrer Textilien entfernen.

Die Flusstour in Tschechien ist ein Teil der Detox-Kampagne. Sie soll dokumentieren, wie weit auch europäische Flüsse durch Rückstände aus der Textilienherstellung beeinträchtigt werden können. Entlang der Route werden die Aktivisten den Naturlehrpfad River in Danger (Fluss in Gefahr) einrichten, der auf die Risiken des verschmutzten Wassers hinweist.

Schmutzige Wäsche (Teil 2): Zum Trocknen aufgehängt

Schmutzige Wäsche (Teil 2): Zum Trocknen aufgehängt

Anzahl Seiten: 32

Dateigröße: 4.58 MB

Herunterladen

Zum Weiterlesen

Fabrikarbeiterin in der Provinz Guangdong
© Lu Guang / Greenpeace

Wie umweltfreundlich ist die Textilindustrie?

Nachricht

Während die Modeindustrie auf dem Weg zu giftfreier Produktion weit vorangekommen ist, verschärft sie mit ungebremster Massenproduktion die Klimakrise, so ein Greenpeace-Report.

mehr erfahren über Wie umweltfreundlich ist die Textilindustrie?
Textile Offcuts Used as Fuel, Cambodia
© Thomas Cristofoletti / Unearthed / Greenpeace

Markenmode als Brennstoff

Nachricht

Abfälle aus kambodschanischen Bekleidungsfabriken, die Marken wie Nike oder Ralph Lauren beliefern, werden vor Ort in Ziegelöfen verbrannt – und setzen die dort Arbeitenden giftigen Dämpfen aus.

mehr erfahren über Markenmode als Brennstoff
Studioaufnahme: Textilien von Shein auf einem Haufen
© Fred Dott / Greenpeace

Schäm dich, Shein

Nachricht

Schnell, billig, rücksichtslos – das ist das Geschäftsmodell von Fast-Fashion-Konzern Shein. Greenpeace hat zum dritten Mal Produkte ins Labor geschickt – wieder mit beunruhigenden Ergebnissen.

mehr erfahren über Schäm dich, Shein
Vogel über Müllberg

Mehr zum Thema

Pärchen, auf der Handfläche die Welt als Herz

Deutschland erreicht Erdüberlastungstag

Deutschland hat seine natürlichen Ressourcen für dieses Jahr am 10. Mai verbraucht. Den Rest des Jahres leben wir auf Kosten anderer. Doch was bedeutet das und wie können wir es ändern?

mehr erfahren über Deutschland erreicht Erdüberlastungstag
Großes Banner "End Fast Fashion" liegt am Strand in Ghana zwischen Textilmüll.

Fast Fashion versus grüne Mode: Fragen und Antworten

Fast Fashion, also schnelle Mode, was ist das? Wer steckt dahinter und warum ist sie problematisch? Hier gibt es Antworten – auch zu den Alternativen.

mehr erfahren über Fast Fashion versus grüne Mode: Fragen und Antworten
 Passant:innen betrachten Kleiderstatue aus Textilmüll vor dem Brandenburger Tor

Fast Fashion – billig gekauft, teuer bezahlt

Fast Fashion zerstört Umwelt und Ressourcen – nachhaltige Alternativen sind der Weg aus der Wegwerfmode. Die Modeindustrie heizt jedoch den Konsum an. Ein Gesetz könnte den Wahnsinn eindämmen. 

mehr erfahren über Fast Fashion – billig gekauft, teuer bezahlt
Nahaufnahme im Labor: Hand hält eine Schale mit Mikroplastik.

Mikroplastik: ein unsichtbares Problem

Was genau ist Mikroplastik? Wo kommt es her – und warum ist es so schwer, das Problem wieder einzufangen. Antworten auf diese Fragen, liefert dieser Artikel.

mehr erfahren über Mikroplastik: ein unsichtbares Problem
Studioaufnahme: Textilien von Shein auf einem Haufen

Schäm dich, Shein

Schnell, billig, rücksichtslos – das ist das Geschäftsmodell von Fast-Fashion-Konzern Shein. Greenpeace hat zum dritten Mal Produkte ins Labor geschickt – wieder mit beunruhigenden Ergebnissen.

mehr erfahren über Schäm dich, Shein
Larissa fotografiert sich im Spiegel

Mit Larissa den eigenen Style finden

Larissa aka larytales zeigt auf Social Media, wie sie Slow Fashion mit dem ultimativen Organisations-Tool der Fashion-Welt lebt: der Capsule Wardrobe. Wie das klappt, verrät sie im Interview.

mehr erfahren über Mit Larissa den eigenen Style finden