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No-PFC-Banner in Gegenlicht
Fei Zhang / Greenpeace

Greenpeace-Erfolg: Größter Ausrüster von Outdoor-Kleidung wird Branche verändern

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Risikochemie gehört nicht in Outdoorkleidung; das ist die Überzeugung von Greenpeace, für die unzählige Umweltschützer seit Jahren eintreten – und nun endlich auch die Industrie. Auf der internationalen Sportmesse ISPO ließ der Ausrüster Gore Fabrics, ein Hauptakteur der internationalen Outdoorbranche, heute wissen: Zukünftig verzichtet die Firma auf gefährliche PFC in ihren Gore-Tex-Produkten – ein Paukenschlag für die gesamte Sparte.

Hinter dem Kürzel PFC verbergen sich poly- und perfluorierte Chemikalien. Sie machen Textilien und Ausrüstung besonders widerstandsfähig, aber genau das ist ihr Problem: Die Moleküle, die unter dem Verdacht stehen, die Gesundheit zu gefährden, werden in der Natur nicht abgebaut und verteilen sich so über den ganzen Erdball.

Eine Industrie im Wandel

Für den Umweltschutz ist das Entgiftungsversprechen ein gewaltiger Erfolg: Große Outdoormarken wie The North Face oder Mammut beziehen für ihre Textilien Beschichtungen und Membrane von Gore-Tex. Mit einem Mal wird ein beträchtlicher Teil des Outdoor-Segments frei von gefährlichen PFC. Und es ist klar, wohin die Reise geht. „Das ist ein gewaltiger Fortschritt im Wandel der Outdoor-Branche zu einer umweltfreundlichen Produktion“, sagt Manfred Santen, Greenpeace-Experte für Chemie. „Durch diese Entscheidung des Marktführers wird es viel mehr Produkte geben, die keine giftigen Spuren mehr in der Umwelt hinterlassen.“ Greenpeace begrüßt ebenfalls die Bemühungen von Sympatex, dem Hersteller einer fluorfreien Membran. Die gesamte Branche sucht mittlerweile nach umweltfreundlichen Lösungen.

Seit fünf Jahren kämpft Greenpeace im Zuge der Detox-Kampagne gegen bedenkliche Chemikalien in Outdoorausrüstung. Einige PFC stehen im Verdacht, krebserregend zu sein und hormonelle Veränderungen im menschlichen Körper zu bewirken. Bei Untersuchungen an den entlegensten Orten der Welt hat Greenpeace Spuren von poly- und perfluorierten Chemikalien gefunden. Es ist eine bittere Ironie: Ausgerechnet die Outdoorindustrie, die mit atemberaubenden Werbebildern die Schönheit unberührter Natur beschwört, belastet die Umwelt mit gefährlicher Chemie - selbst dort, wo es menschenleer ist.

Ein großer Dank an die Unterstützer

Der Marktführer Gore Fabrics macht nun einen konsequenten Schritt in die richtige Richtung: Der Hersteller mit Firmensitz im bayrischen Putzbrunn verpflichtet sich, bei den allgemeinen wetterfesten Beschichtungen bis Ende 2020, bei den Spezialbeschichtungen bis Ende 2023 auf PFC zu verzichten. Stattdessen sollen neue und umweltfreundlichere Technologien für die Produktpalette entwickelt werden. Gore Fabrics verpflichtet sich außerdem, öffentlich zu dokumentieren, dass während der gesamten Lebensdauer seiner Produkte keine schädlichen PFC in die Umwelt gelangen.

Die unermüdliche Arbeit von Aktivisten und Ehrenamtlichen hat über Jahre den Druck auf die Verantwortlichen aufrechterhalten und sie letztlich zum Umdenken bewegt. „Ein großer Dank gebührt der Outdoor-Gemeinschaft, die diese Kampagne mit uns geführt hat und letztlich für den Erfolg verantwortlich ist“, betont Santen und zeigt sich hoffnungsvoll: „Das zeigt, dass man eine ganze Branche zügig umwandeln kann."

  • PFC-freie Expedition dreier chinesischer Aktivisten, Vier-Schwestern-Gebirge

    PFC-frei zum Gipfel

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  • Probennahme in Schweizer See

    Auf der ganzen Welt

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  • Greenpeace-Chemieexperte Manfred Santen bei Datennahme Raumluftmessung, dahinter Outdoorkleidung

    Was liegt in der Luft?

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Factsheet: Outdoor-Branche ohne gefährliche PFC

Factsheet: Outdoor-Branche ohne gefährliche PFC

14 | DIN A4

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