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Vier junge Frauen beim Picknick
© Zamyslov Slava / Greenpeace

Refill Day

Die beste Eigenschaft von Plastik ist gleichzeitig seine schlechteste: Es ist extrem widerstandsfähig. In der Umwelt baut es sich über Jahrzehnte nicht ab, es verschmutzt die Meere und gelangt in unsere Lebensmittel. Ein Großteil des weltweiten Kunststoffabfalls stammt aus Einwegverpackungen – und die werden immer mehr. Das Verpackungsmüllaufkommen in Deutschland ist 2019 auf insgesamt 5,9 Millionen Tonnen gestiegen. In der Coronakrise ist es sogar erneut um ein Zehntel gewachsen – unter anderem aus vorgeschobenen Hygienegründen, die von der Verpackungsindustrie nur zu gerne weiterverbreitet werden. Vollkommen zu Unrecht, wie Expert:innen sagen.

Es ist an der Zeit, Stopp zu sagen. Beim Refill Day zeigen heute Umweltschützer:innen auf der ganzen Welt, dass Einkaufen auch ohne Plastik geht: In vielen Geschäften können sich Kund:innen ihre Lebensmittel in mitgebrachte Behälter füllen lassen – wer beim Einkaufen ein wenig vorausdenkt, spart eine Menge Verpackungsmüll. Wie Sie selbst ein:e ReUse-Revoluzzer:in werden, lesen Sie auf unserer Community-Plattform Greenwire

Mitmachen bei der ReUse Revolution

Wo verpackungsfrei einkaufen bereits überall geht, zeigt unsere ReUse-Revolution-Map. Nutzer:innen haben bereits rund 1300 Märkte und Läden eingetragen, die verpackungsfreie Ware anbieten. Dabei handelt es sich keineswegs nur um Unverpackt-Läden – auch Bäckereien, Imbisse und viele andere Läden, die keine Lust auf Plastikmüll haben und ihren Kund:innen Mehrwegalternativen anbieten sind mit dabei. Und mit Ihren Einträgen werden es sogar noch mehr.

>>> Kennen Sie solche Angebote in Ihrer Nähe? Tragen Sie sie ein!

Am Samstag, den 3. Juli werden Greenpeace-Freiwillige in ganz Deutschland erneut aktiv. Unter anderem in Hamburg, Hannover, Berlin, Magdeburg, Chemnitz, Düsseldorf und München präsentieren Umweltschützer:innen aus rund 30 Greenpeace-Gruppen lokale Ausschnitte der ReUse-Revolution-Map und geben Tipps zum plastikfreien Einkaufen.

Neues Verpackungsgesetz greift zu kurz

Anfang Juli tritt das neue Verpackungsgesetz in Kraft, mit dem Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) Plastikmüll verringern möchte. Doch die großen Baustellen werden nicht angegangen. Lediglich Cafés, Imbissbuden und Restaurants werden ab 2023 verpflichtet, für Essen und Getränke zum Mitnehmen auch Mehrwegalternativen zu Einwegverpackungen anzubieten, oder das Einkaufen in eigenen Behältern zu ermöglichen. Supermärkte sind davon ausgenommen. Doch gerade die müssten ihr ihr Sortiment radikal umstellen, denn 40 Prozent unseres Plastikmüll ins Deutschland besteht aus Verpackungsmüll: Käse in Plastikschalen, Obst in Folie und so weiter.

“Gegen die Plastikkrise hilft nur eine komplette Mehrwegpflicht für Deutschland”, sagt Viola Wohlgemuth, Greenpeace-Expertin für Plastik und Konsum. „Supermärkte müssen Einweg-Verpackungen drastisch reduzieren, Pfandsysteme ausbauen und auf flächendeckende Systeme zum unverpackten Einkaufen umstellen.“ Oder anders gesagt: bei der ReUse Revolution mitmachen! Sind Sie dabei?

  • Mehr(weg) ist möglich!

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