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Greenpeace kennzeichnet bedrohte Patenbäume im Spessart
Tanja Barthels / Greenpeace

Greenpeace kennzeichnet bedrohte Patenbäume im Spessart

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Greenpeace-Aktivisten markieren im bayerischen Spessart Bäume, die einen Paten haben. In einem Waldstück bei Aschaffenburg befestigen sie Plaketten an den Buchen mit der Aufschrift Ich habe einen Paten.

Anfang dieses Jahres hatten Greenpeace-Aktivisten im bayerischen Spessart Daten von über 20.000 alten Buchen und Eichen erhoben und in detaillierte Karten überführt. Greenpeace sucht seit Ende Oktober für diese alten Buchen im Spessart Paten. Jede Baumpatin und jeder Baumpate trägt dazu bei, einem Baum symbolisch Schutz zu geben – und die Forderung nach mehr Schutzgebieten zu verbreiten.

Über 2000 Menschen aus ganz Deutschland sind bisher schon dem Aufruf von Greenpeace gefolgt. Mit einer Baumpatenschaft zeigen die Menschen, wie wichtig ihnen der Schutz der alten Buchenwälder ist, sagt Martin Hofstetter, Sprecher von Greenpeace.

Obwohl seit 2007 auch das Bundesland Bayern durch die von der Bundesregierung verabschiedete Nationale Biodiversitätsstrategie verpflichtet ist, 10 Prozent der öffentlichen Wälder unter verbindlichen Schutz vor der Säge zu stellen, sind in Bayern bisher nur drei Prozent der öffentlichen Wälder aus der Nutzung genommen. Bis das Waldschutz-Ziel der Bundesregierung umgesetzt ist, fordert Greenpeace einen Einschlagstopp für alle öffentlichen Buchen- und andere Laubwälder über 140 Jahre.

Seehofer verweigert Herausgabe von Daten

Ministerpräsident Seehofer verweigert jedoch die Herausgabe der Daten zu der Lage und dem Zustand der öffentlichen Wälder in Bayern. Greenpeace hatte bereits im November 2011 die Daten auf Grundlage des Umweltinformationsgesetzes angefragt und klagt mittlerweile vor dem Verwaltungsgericht in Regensburg.

Da die bayerische Landesregierung Daten verheimlicht, haben wir eigene Daten erhoben, so Hofstetter. In einem zweiten Waldcamp im bayerischen Spessart haben Greenpeace-Aktivisten innerhalb von drei Wochen zusätzlich 13.353 Bäume über 50 Zentimeter Durchmesser vermessen und mit GPS-Geräten genau lokalisiert. Zuätzlich kontrollierten und analysierten die Aktivisten anhand von Luftbildern ausgewählte Waldbestände vor Ort.

Insgesamt vermaßen die Aktivisten seit Anfang des Jahres im bayerischen Spessart damit über 30.000 alte Buchen und Eichen und erstellten detaillierte Karten. Diese Daten übergaben Greenpeace Aktivisten an Ministerpräsident Seehofer und forderten ihn mit einem Banner an der Münchner Staatskanzlei erneut auf, die kompletten Daten herauszugeben.

Bitte unterstützen Sie unseren Einsatz: Helfen Sie mit Ihrer Spende. Alte Buchenwälder sind für Deutschland so kostbar wie der Amazonas-Urwald für Brasilien.

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