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Der japanische Walfang gehört vor Gericht, nicht Junichi und Toru, sagt Brigitte Behrens. Wenn die beiden ihren Einsatz für den Schutz der Wale mit Gefängnis büßen müssen, müsste man mich und viele andere Menschen in Deutschland ebenfalls einsperren. Im Greenpeace-Weblog Riesen der Meere berichtet Behrens direkt aus Tokio.

Die beiden Greenpeace-Aktivisten deckten im Mai 2008 den größten Skandal in der Geschichte des japanischen Walfangs auf: Besatzungsmitglieder der japanischen Walfangflotte schmuggeln seit Jahren Walfleisch von Bord der Schiffe und verkaufen es auf eigene Rechnung. Der Handel mit Walfleisch ist illegal.

Den beiden Aktivisten gelang es, einen der Kartons sicherzustellen, der als persönliches Gepäck gekennzeichnet war. Sie übergaben ihn als Beweisstück der Staatsanwaltschaft. Doch anstatt die Drahtzieher des Walfleischskandals anzuklagen, nahm die Polizei in Tokio die Ermittlungen gegen Greenpeace auf. Im Juni wurde das Greenpeace-Büro durchsucht. Gegen Sato und Suzuki erging ein Haftbefehl.

Die Behörden bezeichnen das Sicherstellen des Beweismaterials als Diebstahl. Den Walschützern drohen bis zu zehn Jahre Haft. Seit Juli sind sie auf Kaution frei. Sie müssen sich an strenge Auflagen halten, was sie daran hindert, ihre Arbeit bei Greenpeace fortzusetzen. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International bezeichnet Junichi Sato und Toru Suzuki als politische Gefangene.

Seit 1986 gibt es ein internationales Walfangmoratorium. Um trotzdem weiter Wale töten zu können, jagt Japan seitdem unter dem Deckmantel der Wissenschaft. Der Nutzen des so genannten wissenschaftlichen Walfangs der Japaner ist jedoch mehr als fragwürdig. Walschutzländer wie Australien beweisen seit Jahren, dass für die Forschung kein Wal sterben muss.

Der sinnlose Walfang muss beendet werden, fordert Brigitte Behrens. Das hat mit seriöser wissenschaftlicher Forschung nichts zu tun. Und das Walfleisch selbst wird auf undurchsichtigen Wegen verteilt, wie unsere Kollegen aufgedeckt haben.

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