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Stein am Grund des Sylter Außenriffs, Mai 2009
Peter Jonas / Greenpeace

Sylter Außenriff: Greenpeace-Steine bewahren Schutzgebiet

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Greenpeace-Taucher hatten in den vergangenen Wochen den Zustand der Steine in 30 Meter Wassertiefe kontrolliert und Proben genommen. Die Auswertung eines unabhängigen Gutachterbüros kommt zu dem Schluss, dass die Steine ein vielfältiges Leben ermöglichen.

Seenelken und Moostierchen siedeln sich an, Butterfisch und Zwergbutt wird Nahrung und Schutz geboten, Tintenfische legen hier ihren Laich ab. Die Taucher konnten sogar Schweinswale, die zur Paarung und Geburt in das Schutzgebiet kommen, beobachten. Im Außenriff können sich Schollen und Seezungen erholen und zukünftig außerhalb des Schutzgebietes wieder vermehrt gefangen werden.

Die Untersuchung der Steine zeigt auch, dass dort im letzten Jahr keine Schleppnetz-Fischerei mehr stattgefunden hat. Das ist der Grund, warum zahlreiche Arten die mehr als 300 Tonnen Felsgestein besiedeln können.

Bei unseren Meeresschutz-Steinen bleibt die Natur sich selbst überlassen, sagt Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack. Schutzgebiete wirken wie eine Atempause für die übernutzten Meere. Hier können sich Fischbestände und Lebensräume erholen.

Das Sylter Außenriff ist eines der seltenen Steinriffe in der Nordsee. Obwohl das 5300 Quadratkilometer große Gebiet vor Sylt und Amrum schon vor fünf Jahren als Schutzgebiet ausgewiesen wurde, werfen Fischer dort ihre Schleppnetze aus und pflügen den Meeresboden um.

Beim Fang von Schollen, Seezungen und Krabben landen auch junge Fische und andere Meerestiere in den Maschen und werden als Beifang tot wieder über Bord geworfen. Zudem bedrohen schwere Saugbagger für den Abbau von Sand und Kies die Artenvielfalt im Schutzgebiet. Greenpeace fordert daher die Bundesregierung auf, für echte Schutzgebiete zu sorgen.

Denn bis heute hat die Bundesregierung keinen Finger krumm gemacht, um das als Natura 2000-Schutzgebiet gemeldete Sylter Außenriff zu sichern. Statt dessen hat sie die Greenpeace-Schutzmaßnahme für illegal erklärt und verboten.

Anders sieht das die schwedische Regierung. Sie erkennt den Nutzen von Natursteinen zum Schutz des Meeres an. Um die Fischbestände in den Gewässern vor Schweden zu schützen, wird Greenpeace ab August in zwei Schutzgebieten Steine versenken.

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