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Junger Ostsee-Kabeljau am Meeresgrund
Sebastian Valanko/Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

In allen Meeresregionen ist der Rückgang der Artenvielfalt bereits zu sehen - auch vor unserer Haustür. Wir dürfen die Augen nicht mehr davor verschließen, sagt Iris Menn, Meeresexpertin bei Greenpeace. Nicht nur der Kabeljau, auch Miesmuschelbänke drohen zu verschwinden. Ihre Dichte hat in den vergangenen zehn Jahren stetig abgenommen. Dabei sind sie Oasen der Vielfalt - 150 unterschiedliche Organismen leben auf ihnen.

Neben dem Klimawandel ist auch die rücksichtslose Überfischung maßgeblich Schuld am Artenschwund. Die IUCN will diese Woche von Mittwoch bis Freitag Schritte gegen den Verlust der biologischen Vielfalt in den Meeren beschließen.

Deutschland spielt durch seine EU- und G8-Präsidentschaft im Augenblick eine wichtige Rolle und muss den Schutz der Meere voranbringen, erklärt Menn. Greenpeace fordert von der EU, Meeresschutzgebiete auszuweisen, in denen weder gefischt, nach Öl gebohrt oder Sand abgebaut werden darf. Nur so können sich die Bestände erholen.

Meeresschutzgebiete sind entscheidender Teil einer Lösung, um unsere Ozeane zu bewahren und zu regenerieren. Schutzgebiete sind ein Werkzeug, mit dem die Vielfalt des Lebens bewahrt werden kann. Zusätzlich dienen sie der Regeneration von Pflanzen- und Tierbeständen, die durch Fischerei oder Öl- und Gasförderung gefährdet sind.

Viele Fischbestände in Nord- und Ostsee sind akut bedroht. Das gilt vor allem für Kabeljau, Wittling, Scholle und Seezunge. Wenn die schonungslose Ausbeutung von Nord- und Ostsee weiter geht, werden immer mehr Tier- und Pflanzenarten für immer verschwinden und einzigartige Lebensräume zerstört.

Doch es bleibt noch ein Weg: die ökologisch nachhaltige und sozial verantwortliche Nutzung der Meere. Dafür setzt Greenpeace sich ein.

Vom G8-Gipfel unter deutschem Vorsitz im Juni in Heiligendamm fordert Greenpeace zudem ein überzeugendes Bekenntnis zum Kampf gegen den Klimawandel, um den Artenschwund aufzuhalten.

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