Skip to main content
Jetzt spenden

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Online-Redaktion: Regine, was hat dich eigentlich dazu bewogen, über deine Erfahrungen mit dem Walfang ein Buch zu schreiben?

Regine: Tja, was hat mich dazu bewogen...Eigentlich wollte ich schon immer mal ein Buch schreiben. Außerdem habe ich mir gedacht, dass so ein Erlebnis nicht nur für mich, sondern auch für andere Menschen sehr spannend sein könnte. Dies konnte ich zum Beispiel auch während meines Diavortrags beobachten: Die Leute waren äußerst interessiert und begeistert von den Bildern.

Online-Redaktion: Ist dir denn das Schreiben schwer gefallen?

Regine: Nein, überhaupt nicht. Ich habe ja auch zwei Jahre lang als Chefredakteurin bei einer Fachzeitschrift für Berufstaucher gearbeitet und dort viele Artikel und Beiträge verfasst. Eigentlich lag mir das Schreiben schon immer.

Online-Redaktion: Gibt es denn in deinem Buch eine Lieblingspassage oder kannst du dich an ein herausragendes Ereignis erinnern?

Regine: Die Frage lässt sich nur schwer beantworten. Das Tagebuch liefert ja auch einen Rückblick auf zwei Touren, die ich vorab schon mal gemacht habe. Eigentlich macht die gesamte Zeit eine solche Aktion aus. Klar gab es viele tolle Momente, aber es sind auch nervige und sehr schreckliche Sachen passiert. Wirklich beeindruckend ist allerdings die Nähe zur Natur, also Pinguine, Robben oder Eisberge direkt vor Augen zu haben. Das sind schon besondere Momente.

Online-Redaktion: Eine letzte Frage: Was genau hast du gefühlt, als du das Boot direkt zwischen Harpune und Wal manövriert hast?

Regine: Nichts. Dabei handelt es sich ja um eine absolute Ausnahmesituation. In dem Moment ist man einfach nur vollgepumpt mit Adrenalin und denkt an seine Aufgabe. Emotionen werden vollkommen abgedämmt, man fühlt keine Schmerzen. Natürlich denke ich auch an meine Crew und daran, ob es ihnen gut geht. Aber hauptsächlich konzentriere ich mich auf das, was ich zu tun habe. Man funktioniert einfach.

Online-Redaktion: Vielen Dank für das Gespräch, Regine.

Mehr zum Thema

Blauhai im Wasser

Haie kämpfen ums Überleben

  • 22.09.2022

Beim Schwertfischfang wird vier Mal mehr Hai gefangen als Schwertfisch. Das deckt ein neuer Greenpeace-Report auf. Er zeigt: Unsere Meere brauchen einen globalen Schutzvertrag

mehr erfahren
Protest against Shell's Seismic Blasting Plans in South Africa

Ölerkundung vor Südafrika rechtswidrig

  • 02.09.2022

Erfolg für den Meeresschutz: Shell darf vor der afrikanischen Wild Coast keine Schall-Untersuchungen durchführen.

mehr erfahren
Family Day in Hamburg

Familientag in Hamburg

  • 01.09.2022

Am 27. August trafen der Hamburger Familientag und der Tiefsee-Aktionstag aufeinander.

mehr erfahren
Baitball on Ningaloo Reef

Höchste Zeit für Hochseeschutz

  • 26.08.2022

Nur ein Hundertstel der Hohen See ist geschützt. Die UN verlangt mehr Meeresschutz und erarbeitet darum ein internationales Abkommen. Doch dessen Abschluss vertagt sich immer wieder.

mehr erfahren
"No Deep Sea Mining" – Action in Rotterdam

Tiefsee-Arten vom Aussterben bedroht

  • 12.05.2022

Die Artenvielfalt in der Tiefsee ist bedroht – doch statt sie stärker zu stützen, soll bald in der Tiefe Bergbau betrieben werden. Dagegen protestiert Greenpeace in Rotterdam.

mehr erfahren
Eine stattliche Tristan Languste auf einem der Hänge des Tiefseebergs Vema, der mit Algen, Weichkorallen, Hydroiden, Bryozoen (Moostieren) und bunten Schwämmen bedeckt ist.

Tiefseeberg Vema: Artenvielfalt im Atlantik

  • 21.04.2022

Das Greenpeace-Aktionsschiff Arctic Sunrise hat bei einer Expedition zum Tiefseeberg Vema große Artenvielfalt und überraschende Forschungsergebnisse entdeckt.

mehr erfahren