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Neben dem Karton mit Walfleisch hatten die Greenpeacer den Behörden noch weitere eindeutige Beweise, wie gefälschte Dokumente übergeben. Gegenüber der Staatsanwaltschaft machten sie deutlich, dass sie jederzeit für weitere Fragen zur Verfügung stünden. Trotz des Angebotes zur weiteren Zusammenarbeit fiel die tokioter Polizei aber am Freitag über das Greenpeace-Büro und die Wohnungen der beiden Aktivisten her. Telefone, Dokumente und Computer wurden beschlagnahmt. Ein Aktivist wurde zu Hause angetroffen, der andere stellte sich der Polizei.

Dieses ist keine polizeiliche Untersuchung, dies ist ein massiver Einschüchterungsversuch, sagt Jun Hoshikawa, Geschäftsführer von Greenpeace in Japan. Die japanischen Steuerzahler müssen sich wieder einmal fragen, warum ihr Geld zum Fenster rausgeschmissen wird, wo doch ein Anruf genügt hätte. Es gab das Angobot, jederzeit weitere Fragen zu beantworten.

Bis zu 93 Kisten mit Walfleisch wurde von der Mannschaft der Walflotte als persönliches Gepäck deklariert und von Crew-Mitgliedern der Walfangflotte illegal von Bord gebracht. Der Marktwert des Walfleisches pro Karton etwa 3.000 US-Dollar.

{image_r}Während einer viermonatige Greenpeace-Recherche stellte sich heraus, dass sowohl die verantwortliche Fischereifirma Kyodo Senpaku als auch die Japanische Regierung sowie das Institut für Walforschung (ICR) von dem Vorgehen wussten.

Das war sicher keine leichte Ermittlung für die Staatsanwaltschaft, gesteht Hoshikawa zu. Die Korruption reicht bis tief in die Walfangindustrie hinein. Aber es bleiben viele Schlüsselfragen unbeantwortet. Wie beispielsweise, denn es doch legal war von Kyodo Senpaku, der Mannschaft Walfleisch auszugeben, warum haben sie ihre Aussage Tag für Tag verändert? Oder warum hat die Mannschaft die Papiere gefälscht und das Walfleisch als Pappe deklariert?

1982 wurden Wale von der Internationalen Walfangkommission (IWC) mit einer Dreiviertelmehrheit unter Schutz gestellt. Doch die japanische Regierung nutzt seit Jahren ein Schlupfloch in den Bestimmungen der IWC, um den Walfang fortzusetzen. So töten die japanischen Walfänger unter dem Deckmantel der wissenschaftlichen Forschung jedes Jahr weit über 1000 Wale. Das alljährliche Töten von tausenden Walen muss endlich aufhören.

Dafür setzen sich auch unsere japanischen Kollegen mit all ihrer Kraft ein. Zwei von ihnen sind nun in Haft und sollen am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt werden. Setzen Sie sich für die Freilassung unserer Kollegen ein: Schreiben Sie an die japanische Regierung und protestieren sie gegen die Verhaftung .

Ende der Gallerie

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