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Gefangener Schwarzer Seehecht. März 1991
© Roger Grace / Greenpeace

Schwarzer Seehecht - Schatz des Südpolarmeeres

Extrem langsam wachsen diese Tiere in den kalten Gewässern in bis zu 3500 Metern Tiefe. Dabei erreichen sie ein Alter von bis zu 50 Jahren und eine Länge von über zwei Metern. Gerade diese langsame Entwicklung, einhergehend mit einer späten Geschlechtsreife von zehn Jahren, macht die Art besonders empfindlich für Überfischung. Vor allem die illegale Piratenfischerei kann daher zu einem baldigen Zusammenbruch der Bestände führen.

Als Nahrungsquelle für See-Elefanten, Pottwale und Riesenkalmare wird die Bedeutung der Art für das antarktische Nahrungsnetz deutlich. In der Langleinen-Fischerei auf Schwarzen Seehecht verenden immer wieder bedrohte Seevögel wie der Wander- und der Graukopfalbatross (Diomedea exulans und Thalassarche chrysostoma).

Doch der Preis von 750 Euro für ein einziges Tier macht die Jagd auf den beliebten Sashimi-Seehecht so attraktiv.

  • Lebender Schwarzer Seehecht im indischen Ozean. März 2000

    Bedroht von Piratenfischern

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