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Diese Alibifunktion wurde am Freitag deutlich, als Potrykus die Golden Rice-Veranstaltung nutzte, um die derzeitige rechtliche Regulierung für Gen-Saaten anzugreifen. Er forderte, dass Gen-Pflanzen wie herkömmliche Pflanzen behandelt werden müssten. Eine Risikoeinschätzung für die Umwelt oder die Gesundheit sei überflüssig.

Syngenta gibt vor, Menschen mit Vitamin-A-Mangel helfen zu wollen, kritisierte Christoph Then, Gentechnikexperte bei Greenpeace, nach der Konferenz in Zürich. Aber Potrykus' Attacke zeigt, dass die Gentechnik-Industrie den Gen-Reis dazu benutzt, um ihre Gen-Saaten leichter vermarkten zu können. Allem Anschein nach schreckt die Industrie nicht davor zurück, kranke Menschen vorzuschieben, um ihre Gentechnik loszuwerden.

Wie wenig der Nutzen für Not leidende Menschen die Forscher und die Gentechnik-Industrie interessiert, kann man an Folgendem ersehen: Auch nach fünf Jahren intensiver Forschung an dem Reis konnte niemand sagen, wie viel Pro-Vitamin A nach dem Kochen des Gen-Reises noch übrig bleibt. Geschweige denn, wie viel des Pro-Vitamins vom menschlichen Körper überhaupt aufgenommen wird. Und - ganz im Sinne Potrykus' - es fehlt jegliche Risikoabschätzung.

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