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Erdbeeren in Schale mit Folie
Fred Dott/Greenpeace

Giftcocktail in Früh-Erdbeeren

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Greenpeace-Chemieexperte Manfred Krautter war schockiert. "Diese Ware ist gesundheitlich bedenklich und ihr Verkauf ist gesetzwidrig", sagte er. "Die Erdbeeren müssen von REWE umgehend vom Markt genommen werden. Billige Früh-Erdbeeren stecken meist voller Pestizide. Erdbeeren sollte man nur kaufen, wenn sie bei uns reif sind."

Nicht nur vor Früh-Erdbeeren von minimal muss dringend gewarnt werden. Auch Proben aus Supermärkten von Aldi, Edeka, Kaufhof und Plus hielten der Untersuchung in einem Fachlabor nicht stand. Rückstände von insgesamt dreizehn Pestiziden wurden in allen fünf Proben gefunden. Darunter sechs Mittel, die in Deutschland nicht zugelassen sind.

Erdbeeren gehören zu den am stärksten und häufigsten mit Pestiziden belasteten Obstsorten überhaupt. Stichproben von Überwachungsbehörden aus dem Jahr 2001 zeigten, dass die Pestizid-Grenzwerte bei über zehn Prozent der angebotenen Erdbeeren überschritten wurden. Solche Ware dürfte eigentlich gar nicht verkauft werden. Trotzdem landet sie auf dem Tisch der Verbraucher, weil wirksame Eigenkontrollen durch den Lebensmittelhandel ebenso fehlen wie eine ausreichende Überwachung durch die Behörden.

Notwendig bleibt nach Ansicht von Greenpeace neben verstärkten Kontrollen nach wie vor ein Verbraucherinformationsgesetz, das die Bekanntgabe von Grenzwertüberschreitungen in Lebensmitteln sofort und unter Nennung der Markennamen und Hersteller zwingend vorschreibt. Grundsätzlich allerdings, sagte Krautter, "sind Bio-Lebensmittel die beste Wahl für eine gesunde und sichere Ernährung".

 

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