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Testeinkäufe im Supermarkt

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Leider nein: 21 Prozent der vom Greenpeace-EinkaufsNetz getesteten Ware von LIDL erreichten oder überschritten gesetzliche Höchstmengen. Bei drei Proben wurde die so genannte "Akute Referenzdosis" (ARfD) überschritten - eine akute Gefährdung vor allem von Kindern ist nicht ausgeschlossen. Bei Paprika ist der Fall extrem: Von sechs Höchstmengenüberschreitungen fallen fünf auf spanische Paprika aus dem Lidl-Angebot.

In sechs Lidl-Proben mit der Herkunftsangabe "Deutschland" wurden zudem Rückstände von Pestiziden nachgewiesen, die in Deutschland überhaupt nicht zugelassen sind. Hier besteht der Verdacht, dass illegale Spritzmittel eingesetzt wurden.

Lidl behauptet in dem Greenpeace-Testzeitraum selbst 700 Untersuchungen von unabhängigen Instituten veranlasst zu haben - angeblich ohne jegliche Beanstandung. Dies ist extrem unwahrscheinlich, da nicht nur Greenpeace, sondern auch das Bundesinstituts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit regelmäßig Grenzüberschreitungen bei Obst und Gemüse feststellt.

Wie es bei 700 Proben keine einzige Grenzüberschreibung geben kann, soll LIDL seinen Verbraucherinnen und Verbrauchen zeigen. Greenpeace fordert Einsicht in die 700 Gutachten, um zu prüfen, was genau von wem getestet wurde.

Greenpeace fordert Lidl weiter auf:

  • keine gesetzeswidrige Ware zu verkaufen
  • eine öffentliche Garantie darüber abzugeben, dass Lidl keine Ware mehr verkauft, in der die gesetzlichen Höchstmengen überschritten werden

Lidl sollte bald Ware anbieten, die möglichst frei ist von Pestizidrückständen.

Gemeinnützigkeit von Greenpeace

Gemeinnützigkeit von Greenpeace

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