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Greenpeace hat auf die immer wieder anzutreffenden Fehlanwendungen von Pestiziden bereits reagiert. Wir haben unseren Ratgeber Essen ohne Pestizide erarbeitet. Er geht zurück auf unsere Untersuchungen von pestizidbelastetem Obst und Gemüse in Supermärkten. Diese Analysen werden bereits seit 2005 immer nach demselben Verfahren erstellt. Dabei werden die Proben von speziell geschulten Mitarbeitern genommen, genau erfasst und dokumentiert und von unabhängigen Labors mit Hilfe anerkannter Analysemethoden auf Pestizidrückstände untersucht.

Der erste Pestizidratgeber kam im November 2005 heraus und fand rasenden Absatz. Uns war klar, dass wir noch einmal Proben nehmen mussten, um festzustellen, ob sich etwas bei den Supermärkten tut. Wichtig war, vom einmal eingeführten Verfahren nicht abzuweichen. Sonst wäre die Vergleichbarkeit der Ergebnisse nicht gewährleistet gewesen. Der zweite Pestizidratgeber erschien am 14. Februar 2007.

Und der Handel reagierte! Inzwischen haben sich alle großen Handels- und Supermarktketten ein Pestizidreduktionsprogramm verordnet. LIDL hatte bereits nach seinem ersten miserablen Testergebnis reagiert, so dass der Discounter in der zweiten Testreihe deutlich besser abschnitt. Aber wir werden auch weiterhin unsere Proben nehmen.

Die Programme zur Begrenzung und Reduzierung von Pestiziden in Obst und Gemüse sind ein wichtiger Schritt der Handelsketten, so Manfred Krautter. Es ist überfällig, dass der weit verbreitete Verkauf nicht verkehrsfähiger Ware unterbunden wird und die viel zu hohen Pestizidbelastungen sinken. Ähnliche Maßnahmen erwarten wir nicht nur hier in Deutschland, sondern in ganz Europa! Wir werden darauf achten, dass die neuen Programme zügig und wirksam umgesetzt werden.

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