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Montage: Weintrauben werden mit Pestiziden besprüht.
Christoph Piecha/Greenpeace

Bewertung der akuten Giftigkeit von Pestizidrückständen (ARfD)

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Die Akute Referenzdosis wird vom BfR und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgelegt. Sie beschreibt die Menge einer Substanz, die mit einer Mahlzeit oder innerhalb eines Tages aufgenommen werden kann, ohne ein gesundheitliches Risiko für den Konsumenten darzustellen. Bereits bei einmaliger Überschreitung dieses Grenzwertes besteht die Gefahr von Gesundheitsschäden. Isst ein zwölf Kilogramm schweres Kind mehr als zehn einzelne Beeren stark belasteter Trauben, kann bereits eine Beeinträchtigung eintreten.

ARfD-Überschreitung kein Einzelfall

Greenpeace hat regelmäßig Überschreitungen der ARfD in frischem Obst festgestellt. Die beiden Großtests aus den Jahren 2005 und 2006 ergaben Überschreitungen bei zwölf beziehungsweise neun Prozent der Proben. Der Verkauf derartig giftiger Ware ist schlicht kriminell und ein schwerer Verstoß gegen das Lebensmittelgesetz.

Schlamperei bei den Behörden

Greenpeace fordert von Unternehmen und Landesbehörden wirksame Kontrollen. Zudem müssen sie sofort Schutzmaßnahmen ergreifen und den Verkauf der gefährlichen Lebensmittel unterbinden. Verbraucher sollten unbedingt auf rückstandsarme Ware achten. Die beste Wahl sind Bio-Lebensmittel, die in der Regel nicht belastet sind.

Lesen Sie in unserem Bericht mehr zur Bewertung von ARfD-Werten und den Testergebnissen vom Herbst 2006.

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