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Raps-Blüte mit Honig-Biene.
Bernhard Nimtsch/Greenpeace

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"Das Vorgehen des BVL reicht nicht aus", sagt Manfred Krautter, Chemieexperte von Greenpeace. "Nach wie vor ist die Anwendung nicht verboten. Das heißt, dass Bauern bereits gekauftes Saatgut weiterhin ausbringen dürfen." Zudem müssten andere Länder gewarnt werden.

Der Deutsche Berufs- und Erwerbs Imkerbund (DBIB) wirft dem BVL vor, dieses hochtoxische Mittel überhaupt zugelassen zu haben. Außerdem gäbe es schon lange Hinweise auf eine Gefährdung von Bienen durch dieses Pestizid. So kamen aus Italien und Frankreich frühzeitig Warnungen.

Auch Greenpeace hatte vom BVL gefordert, jede mögliche Ursache für das Bienensterben abzustellen: "Dazu gehört auch ein Verbot hochgiftiger Spritzmittel", so Krautter. Doch das BVL verwies darauf, dass die Imker ihre Bienenvölker woanders aufstellen könnten und empfahl Bauern, dass mit Clothianidin behandelte Saatgut vorsichtiger auszusäen.

Letztendlich wurden die Befürchtungen bestätigt. "Aus den bisherigen Auswertungen [...] kann eindeutig geschlossen werden, dass eine Vergiftung der Bienen durch Abrieb des Pflanzenschutzmittelwirkstoffs Clothianidin von Maissaatgut vorliegt", folgert das offiziell mit der Untersuchung beauftragte Julius Kühn-Institut.

Krautter unterstützt die Forderungen der Imker nach Schadensersatz: "Die Verantwortlichen müssen für den entstanden Schaden zahlen." Ob das Bayer-Gift noch weitere Schäden verursacht hat, ist bislang unklar. Geprüft werde derzeit, ob zum Beispiel Honig betroffen ist.

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