Skip to main content
Jetzt spenden
Kinder unter einer Solaranlage im indischen Ort Dharnai
Vivek M. / Greenpeace

Indisches Gericht gibt Greenpeace-Gelder wieder frei

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Die Arbeit für Indiens saubere Zukunft geht vorerst weiter: Ein Gericht gab Greenpeace-Bankkonten wieder frei, die die indische Regierung zuvor aus politischen Motiven sperren ließ.

Es geht weiter – vorerst jedenfalls: Das höchste indische Gericht in Neu Delhi hob die Sperren für die beiden wichtigsten Inlandskonten von Greenpeace Indien auf. Die Organisation kann somit wieder über ihre Gelder verfügen und neue Spenden entgegennehmen.

Eine große Erleichterung, denn zuvor war der Fortbestand von Greenpeace Indien nur bis Anfang Juni gesichert. Länger hätte das Geld für Mieten, Mitarbeitergehälter und die Kampagnenarbeit der Organisation nicht gereicht, nachdem Indiens Innenminister Rajnath Singh die Kontosperren verfügte. Zuvor hatte er Greenpeace Indien staatsfeindliches Verhalten vorgeworfen; die Organisation legte beim obersten Gericht Widerspruch ein gegen die Repressionen durch den Minister.

Kampagnen gehen weiter

„Wir sind sehr froh darüber, dass das Gericht unser Überleben vorerst gesichert hat“, sagte Samit Aich, Geschäftsführer von Greenpeace Indien. „Wir glauben daran, dass das Innenministerium diese Entscheidung respektiert und uns bis zur Hauptverhandlung nicht mit weiteren willkürlichen Repressionen belegt.“

Denn das Urteil ist eine Verschnaufpause – eine finale Entscheidung über die Arbeit von Greenpeace und somit über das Recht auf Meinungsfreiheit und Umweltschutz steht noch aus. Doch vorerst gehen die Kampagnen für Trinkwasser, saubere Energie und gegen Luftverschmutzung in Indien weiter.

„Wir wollen keine Gerichtsprozesse ausfechten“, sagt Aich. „Unser Anliegen ist es, für eine gesunde Zukunft unseres wunderbaren Landes zu kämpfen. Diese Arbeit hat gerade erst begonnen.“

Update vom 9. November 2015:

Greenpeace Indien besitzt keine staatliche Zulassung mehr: Am vergangenen Wochenende belegte die indische Regierung Greenpeace dort mit einem Arbeitsverbot. Ausgestellt ist der Bescheid von den Behörden im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu; treibende Kraft ist jedoch wahrscheinlich das Innenministerium.

„Dieses Vorgehen markiert einen weiteren Schritt bei den Versuchen des Innenministeriums, Greenpeace Indien mundtot zu machen“, sagt Vinuta Gopal, Interimsgeschäftsführerin von Greenpeace Indien. „Die plumpen Taktiken, mit denen das Ministerium Meinungsfreiheit und Kritik unterdrücken will, werden zu einer riesengroßen Peinlichkeit für die Regierung – national wie international.“

Greenpeace Indien wird den Entzug der Zulassung vor Gericht anfechten. „Die Behörden haben den Bescheid zugestellt, ohne dass Greenpeace vorher angehört wurde“, kritisiert Gopal. „Wir sind überzeugt, dass das Recht auf unserer Seite ist, und vertrauen in die Gerichtsbarkeit. Deshalb sind wir zuversichtlich, dass wir den Zulassungsentzug rückgängig machen werden.“

Mehr zum Thema

Greenpeace-Chef Roland Hipp und Kai Pflaume bei Postcode Lotterie Veranstaltung

Postcode Lotterie verstärkt Engagement für Greenpeace Deutschland

  • 23.06.2022

Die Postcode Lotterie fördert schon seit einigen Jahren Greenpeace-Niederlassungen mit Spenden. Nun verstärkt sie ihr Engagement in Deutschland.

mehr erfahren
Polizist vor Maisfeld, Aktion zu genmanipuliertem Mais

Zum Tod Martin Langers

  • 11.03.2022

Martin Langer hat viele Jahre unsere Proteste und Aktivitäten mit der Kamera begleitet. Wir trauern um den engagierten Fotografen, der unerwartet im Alter von 65 Jahren verstarb.

mehr erfahren
Greenpeace International Executive Director Jennifer Morgan

Signal für eine andere Klimaaußenpolitik

  • 09.02.2022

Jennifer Morgan, wird bei Annalena Baerbock Sonderbeauftragte für Klimaaußenpolitik und hat dafür ihr Amt als internationale Greenpeace-Geschäftsführerin niedergelegt.

mehr erfahren

Entrüstung-jetzt!

  • 31.08.2021

Wer will noch einen Panzer? Welche Rakete tötet besser? Waffenmessen sind zynisch. Das zeigt die Foto-Ausstellung von Nikita Teryoshin, mit der Greenpeace durch Deutschland tourt.

mehr erfahren
Brigitte Behrens, Geschäftsführerin Greenpeace Deutschland

Greenpeace in der Hamburger Hafencity

  • 01.03.2021

Die Greenpeace-Büros sind in einem ökologisch fortschrittlichen Gebäude in der Hafencity in Hamburg. Warum der Standort gewählt wurde, erzählt Geschäftsführerin Brigitte Behrens.

mehr erfahren
Raschid Alimow

Trauer um Rashid Alimov

  • 18.12.2020

Unser Kollege Rashid ist im Krankenhaus an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung verstorben – eine Nachricht, die uns schwer trifft. Unsere Gedanken sind bei Familie und Freunden.

mehr erfahren