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Die Beluga 2 angelegt in Köln
© Bernd Arnold / Greenpeace

Kommentar zur Fridtjof Nansen Werft

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Die Wolgaster Fridtjof Nansen Werft GmbH, die das neue Greenpeace-Schiff Beluga II gebaut hat, ist in ernsten finanziellen Schwierigkeiten. Sie hat am 12. Oktober beim Amtsgericht Stralsund Insolvenz angemeldet. Schuld an der Zahlungsunfähigkeit soll ausgerechnet Greenpeace sein. Dazu ein Kommentar von Roland Hipp, Kampagnen-Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland:

Wir bedauern, dass die Fridtjof Nansen Werft in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist. Wir haben mit unserem Auftrag, das Greenpeace-Schiff Beluga II zu bauen, die Arbeitsplätze der Fridtjof Nansen Werft seit über einem Jahr gesichert und nicht gefährdet.

Um die Werft zu erhalten, waren wir im Laufe des Jahres in verschiedenen Bereichen sehr kulant. Eigentlich sollte das Schiff vertraglich schon am 30. April 2004 komplett fertig an uns ausgeliefert werden. Dieser Termin wurde nicht eingehalten. Wir haben dann die Frist mehrmals verlängert. Im Juli bekamen wir Terminschwierigkeiten, weil wir die Beluga II unter anderem für unsere Meereskampagne in der Ostsee eingeplant hatten. Hätten wir sie in Wolgast gelassen, hätten wir auf Kosten der Werft ein Ersatzschiff chartern müssen.

Um das Schiff überhaupt in den derzeitigen Zustand zu bringen, haben wir - wiederum in Absprache mit der Werft - Material- und Honorarkosten in Höhe von rund 115.000 Euro ausgelegt. Außerdem haben wir der Werft im Juli wegen neuer Auflagen der Seeberufsgenossenschaft noch einmal 174.000 Euro mehr als im Bauvertrag vereinbart zur Verfügung gestellt.

Der mit der Fridtjof Nansen Werft vereinbarte Preis beläuft sich auf insgesamt 1,2 Millionen Euro. Von diesen 1,2 Millionen Euro haben wir in verschiedenen Abschlagszahlungen bisher 1,05 Millionen bezahlt. Zusammen mit den von uns ausgelegten 115.000 Euro hat Greenpeace somit bis auf einen kleinen Restbetrag alle finanziellen Vereinbarungen geleistet.

Der Restbetrag ergibt sich aus noch fehlenden Leistungen. So ist zum Beispiel die Hydraulik nicht einsatzbereit, um die Masten des Seglers zu legen. Für eine Fahrt in die Ostsee ist dies nicht wesentlich. Aber wenn wir auf Flüssen (das geplante Haupteinsatzgebiet) mit niedrigen Brücken fahren wollen, müssen die Masten zu legen sein. Diese Einrichtungen waren im Bauvertrag vereinbart.

Greenpeace hat der Fridtjof Nansen Werft in den letzten Monaten mit vielen freiwilligen Helfern zusätzlich geholfen, die Beluga II auf den derzeitigen Stand zu bringen, hat Abschlagszahlungen früher geleistet und hat Abstriche in der Bauausführung akzeptiert. Umso unverständlicher ist es, warum die Werft jetzt mit falschen Tatsachenbehauptungen die Schuld an ihren finanziellen Schwierigkeiten auf Greenpeace schiebt.

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