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Greenpeace-Verbesserungsvorschläge für den Zertifizierer

Please hold the line, FSC!

In Kapstadt hat am Montag die Vollversammlung des Forest Stewardship Council (FSC) begonnen. Greenpeace nahm diesen Termin zum Anlass, um seinen Report Holding the Line with FSC vorzustellen. Er enthält Verbesserungsvorschläge für das Zertifizierungssystem FSC, das in den vergangenen Jahren verstärkt in die Kritik geraten ist.

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Greenpeace ist nach zweijähriger Recherche zu dem Schluss gekommen, dass nicht alle erteilten Zertifikate vollständig den strengen Standards des FSC entsprechen. Gründe hierfür sind zum Beispiel die enge Geschäftsbeziehung zwischen dem zu zertifizierenden Waldbetrieb und dem Zertifizierer. Der Report mahnt strengere Kontrollen unabhängiger Dritter an, um das zu verhindern.

Einen ersten Schritt in die richtige Richtung hat der FSC schon gemacht. Das Budget für die unabhängigen Kontrolleure sei für 2009 signifikant erhöht wurden, sagte Andre de Freitas, Geschäftsführer des FSC in Reaktion auf den Report.

Um seine Glaubwürdigkeit zu erhalten, muss der FSC jetzt konsequent nachgebessert werden, besonders was die Kontrollen angeht. Das Prinzip des FSC ist nach wie vor das Richtige. Es ist das einzige Zertifizierungssystem, das einen transparenten und partizipatorischen Ansatz hat. Nur beim FSC sitzen alle Betroffenen und am Prozess Beteiligten gleichberechtigt am Tisch: Wald- und Holzwirtschaft, Umweltgruppen und soziale Gruppen wie Gewerkschaften und einheimische Bevölkerung.

Greenpeace wird genau hinschauen, wie die im Report gemachten Empfehlungen umgesetzt werden, sagt Waldexpertin Corinna Hölzel. Auch wenn der FSC in der jetzigen Umsetzung nicht zu 100 Prozent perfekt ist - wir empfehlen Verbrauchern, beim Kauf von Holz weiterhin auf das FSC-Siegel zu achten. Besonders bei Tropenholz haben Konsumenten keine andere Chance, Holz aus Raubbau und Urwaldzerstörung auszuschließen.

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