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Greenpeace beweist Deutscher Kreditbank erneut Sinar-Mas-Lügen

Klappe zu, Affe tot?

Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen. Ähnlich den drei Affen verhält sich die Deutsche Investitions- und Kreditgesellschaft (DEG). Sie fördert mit einem Kredit an PT SMART bis 2015 den Palmölgiganten Sinar Mas. Der Gesamtkredit beläuft sich auf 32 Millionen US-Dollar.

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Greenpeace legt der DEG-Bank jetzt erneut belastendes Beweismaterial zu ihrem fragwürdigen Kreditnehmer vor. Die neuen Satellitenbilder werfen kein gutes Licht auf Sinar Mas: Der Konzern hat in den letzten Jahren rund ein Drittel der hoch schützenswerten Urwaldfläche (High Conservation Value) vernichtet.

Wir geben der DEG-Bank heute erneut deutliche Beweise an die Hand, dass die Sinar Mas-Gruppe als Kreditnehmer nicht haltbar ist. Sie roden weiter illegal Torfflächen und zerstören Orang-Utan-Gebiete, sagt Corinna Hölzel, Waldexpertin bei Greenpeace. Bisher hat Sinar Mas nur leere Versprechungen gegeben und weiter High Conservation Value-Gebiete (HVC) in Kalimantan für neue Palmölplantagen vernichtet. Die DEG muss sich an ihre eigenen Standards halten und den Kredit sofort kündigen!

Fragwürdige Kriterien bei der DEG-Kreditvergabe

Greenpeace wies die DEG-Bank schon im letzten Jahr mehrfach in Gesprächen, Berichten und Aktionen darauf hin, dass PT Smart als Mitglied der Sinar Mas-Gruppe regelmäßig gegen nationales Recht verstößt. Die Antwort: Die DEG hatte das Projekt nur unter der Maßgabe finanziert, dass vertraglich ein hoher Standard zu Fragen des Umweltschutzes, insbesondere zur Verhinderung der Rodung von hoch schützenswertem Wald, sichergestellt wird.

Der Deutsche Bundestag setzte allerdings die Kreditvergabe der DEG in Indonesien im Dezember 2009 auf die Tagesordnung des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Im Mai 2010 wird sie dort erneut Thema sein.

Sinar Mas fährt Hinhaltetaktik

Eigene Untersuchungen der DEG-Bank in Indonesien bekräftigen, dass Sinar Mas gegen indonesisches Recht und internationale Standards verstößt. Dr. Peter Thimme, DEG-Abteilungsleiter für Umwelt/nachhaltige Entwicklung, bestätigte Greenpeace dies per E-Mail. Doch die leisen Zweifel seiner Kreditgeber zerstreut PT SMART offenbar geschickt: PT SMART erklärt, mal wieder, keine neuen Plantagen mehr in geschützten Waldgebieten und auf Torfflächen anzulegen und kündigt einen Aktionsplan an. Die DEG erklärte ihren Glauben an eine Trendwende bei Sinar Mas. PT Smart hat in der Zwischenzeit angekündigt, die Vorwürfe von Greenpeace prüfen zu lassen. Den zweifelhaften Gutachter Control Union bezahlt Sinar Mas aus eigener Tasche.

Und Greenpeace? Corinna Hölzel ist mittlerweile fassungslos, dass man der DEG-Bank überhaupt so viel erklären muss: Die DEG ist eine Tochterbank der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) mit entwicklungspolitischem Auftrag. Umso erschreckender, dass die DEG sich nicht an ihre eigenen Vergabekriterien hält und Sinar Mas über PT Smart den Kredit umgehend kündigt. Auf unsere Frage in einem Brief im Februar 2010, wie die DEG überhaupt die gegebenen Versprechen und die Umsetzung des Aktionsplans kontrollieren will, haben wir keine Antwort erhalten.

Greenpeace deckt erneut Sinar Mas-Lügen auf

Die neuen Greenpeace-Fotos belegen im Vorher-Nachher-Vergleich die illegalen Rodungen im Ketapang District in West-Kalimantan: Sie zeigen Bagger bei der Arbeit auf hoch schützenswerten Waldflächen (sogenannte High Conservation Value Areas) und Hütten von Plantagenarbeitern in Orang-Utan-Gebieten. Dies alles in dem Zeitraum, in dem Sinar Mas seinen Kunden genau das Gegenteil versichert. Einwohner hatten Greenpeace auch berichtet, noch kurz vor der Zerstörung der Wälder wiederholt Orang Utans gesichtet zu haben.

Die Zeit für den indonesischen Regenwald wird knapp. Wird die Deutsche Investitions- und Kreditgesellschaft (DEG) tatsächlich die nächsten fünf Jahre einen Konzern finanzieren, der an Urwaldzerstörung, Klimawandel, Orang-Utan-Sterben und sozialen Konflikten beteiligt ist? Machen Sie sich selbst ein Bild!

(Autorin: Michelle Bayona)

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