Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Einzigartiges Waldarchiv online

Auf den Internetseiten des Waldarchivs sind ab Dienstag Vergleichsbilder einer weltweit einzigartigen Fotodokumentation zu sehen. Initiiert und unterstützt von Greenpeace fotografiert die Gesellschaft für ökologische Forschung seit 1987 Wälder und Einzelbäume. Anhand dieser langjährigen Dokumentation sind Veränderungen der Bäume deutlich zu erkennen: Viele sind von Klimawandel und Luftverschmutzung gezeichnet, die Biodiversität ist bedroht.

  • /

Ende der 80er Jahre war das Waldsterben kaum noch im Gespräch. Um am Ball zu bleiben und die Brisanz des Themas deutlich zu machen, wurde die Waldvergleichsdokumentation gestartet. Zudem hat der Klimawandel die Notwendigkeit eines Langzeitvergleichs unterstrichen. So werden bis heute spezielle Waldgebiete in regelmäßigen Abständen von einem Jahr oder mehr fotografiert. Das Waldarchiv wird also ständig erweitert.

Den Schwerpunkt des Waldarchivs bilden die Bergwälder der bayerischen Alpen. Aber auch Wälder im Flachland, Bergwälder der Inneralpen und Mittelgebirge sowie Einzelbäume werden vorgestellt. Ergänzt wird die Fotodokumentation durch Bild- und Hintergrundtexte.

Die Fotos enstehen nach Möglichkeit unter den selben Bedingungen wie in den vorangegangenen Jahren. Das heißt zur selben Jahres- und Tageszeit und vom selben Standort aus. Durch diese Methode sind Veränderungen deutlich zu erkennen. Klassische Waldschäden und Kronenverlichtungen, neue Krankheiten, Sturmwürfe und Borkenkäfer-Befall werden so sichtbar.

Die durch die Dokumentation des Waldarchivs aufgezeigten Schäden verdeutlichen erneut, dass massiv in den Schutz der biologischen Vielfalt investiert werden muss. Eine Chance zur Verbesserung der Situation bietet die UN-Konferenz für Biologische Vielfalt (CBD) im Mai in Bonn.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Hilfe im Anflug

„Eine Pandemie erfordert Solidarität und Mitgefühl. Wir sitzen alle im selben Boot, unser Hilfsprojekt ist ein Zeichen der Hoffnung." Carol Marçal von Greenpeace Brasilien.

Indigene in Gefahr

Greenpeace dokumentiert die Rodung im Amazonas in Brasilien. Die Zerstörung in Indigenen-Gebieten hat um 60 Prozent zugenommen. Besonders betroffen ist das Land der Ituna-Itatá.

„Dramatische Lage in Manaus“

In Brasiliens Urwaldstadt Manaus sterben die Menschen wie die Fliegen, der Amazonas wird trotzdem gerodet. Naturschützer Thomas Gernot gibt Einblicke in ein verzweifeltes Land.