Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Deutschland sagt weitere Unterstützung für den Urwaldschutz zu

Am Mittwoch hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Ministerkonferenz der UN-Biodiversitätskonferenz (CBD) in Bonn eröffnet. Sie kündigte an, Deutschland werde sich in Zukunft stärker für den weltweiten Urwaldschutz einsetzen.

  • /

In den nächsten vier Jahren sollen insgesamt 500 Millionen Euro in den Schutz der Urwälder investiert werden. Ab 2013 soll jährlich eine halbe Milliarde Euro zur Verfügung stehen.

Bundeskanzlerin Merkel sendet ein sehr starkes und wichtiges Signal, das die festgefahrenen Verhandlungen des UN-Gipfels dringend gebraucht haben. Die Kanzlerin und der Bundesumweltminister Sigmar Gabriel geben mit dieser Finanzierungsinitiative ein vorbildliches Beispiel im Kreis der G8-Länder, freut sich Martin Kaiser, Delegationsleiter von Greenpeace auf der CBD.

Jetzt gilt es, im Kreis der anderen Industriestaaten den globalen Bedarf von etwa 30 Milliarden Euro pro Jahr für Urwald- und damit Klimaschutz gemeinsam zu finanzieren, fordert Kaiser. Mit dem Geld kann ein globales Netz von Urwaldschutzgebieten eingerichtet werden.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

KONGOBECKEN: INS GRÜNE HERZ

Der Regenwald des Kongobeckens ist nach dem Amazonasgebiet der größte tropische Regenwald der Erde – und ein Ort, an dem die Deutsche Bank Greenwashing betreibt.

Schutzgebiete schützen nicht

Eine aktuelle Studie zeigt, dass es in Schutzgebieten zwar oft Einschränkungen für Spaziergänger:innen gibt – forstwirtschaftliche Nutzung ist aber fast überall erlaubt.

Schutzlose Ökosysteme

Konsum in der EU ist für globale Waldzerstörung verantwortlich. Ein geplantes Gesetz dagegen weist Lücken auf.