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Die Greenpeace-Umweltrichtlinien

September 2000 - Greenpeace veröffentlicht überarbeitete Umweltrichtlinien für zukünftige Olympische Spiele Greenpeace hat dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) auf seiner Sitzung im September 2000 neue Umweltrichtlinien für die Ausrichtung zukünftiger Olympischer Spiele überreicht.
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Mit den Greenpeace Olympic Environmental Guidelines, einem umfassenden Ratgeber für die umweltfreundliche Ausrichtung von großen Sportveranstaltungen, fordert die Umweltorganisation, die Idee der Grünen Spielen auch bei den zukünftigen Olympiaden umzusetzen. Olympia in Sydney wurde bereits zu einem großen Teil auf Grundlage der Greenpeace-Umweltrichtlinien geplant, die überarbeitet und aktualisiert wurden.

Das IOC selbst hat den Umweltschutz als dritte Säule der Olympischen Bewegungbeschrieben, sagte Greenpeace-Experte Sven Teske in Sydney. Dann sollten sie dies auch als verbindliche Voraussetzung für künftige Austragungsorte der Olympischen Spiele festschreiben.

Pal Schmitt, Vorsitzender der IOC Kommission für Sport und Umwelt, bezeichnete Greenpeace in der vergangenen Woche als Vater der 1995 eingerichteten Kommission. Die bisher geleistete Hilfestellung sei, so Schmitt, sehr wertvoll und willkommen gewesen. Dazu Greenpeacer Teske: Wir hoffen, dass die Kommission nun auch unsere Rahmenbedingungen für zukünftige Spiele ernst nimmt und umsetzt.

Die neuen Greenpeace-Richtlinien berücksichtigen Erfahrungen, die während der Planung und auch bei der Durchführung der Spiele in Sydney gesammelt wurden. Salt Lake City und Athen werden die nächsten Olympischen Spiele ausrichten. Peking, Paris, Toronto, Osaka und Istanbul haben sich für die Austragung im Jahr 2008 beworben. Wenn das IOC an der Idee der grünen Spiele festhält, werden sich die Manager zukünftiger Olympiabewerbungen unsere Forderungen genau ansehen, um die Spiele möglichst umweltfreundlich durchführen zu können, erklärt Teske.

Die Hauptkriterien der Umweltrichtlinien:

  • Ersatz von fossilen und atomaren Energien durch erneuerbare Energien
  • Ausbau von öffentlichen Verkehrsmitteln und Vermeidung von Autoverkehr
  • Verwendung von ökologischen Baustoffen
  • Kein Einsatz von Substanzen, die ozon- und klimaschädigend wirken
  • Einsatz von Holz, das nicht aus dem Raubbau der Regenwälder stammt
  • Berücksichtigung des Artenschutzes
  • Größtmögliche Müll- und Abwasservermeidung
  • Verbot von gentechnisch veränderten Lebensmitteln

 

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