Übersichtskarte: Atomwaffenarsenale

In Genf haben sich im letzten Mai die Mitglieder des Atomwaffensperrvertrages (NPT) getroffen. Greenpeace hatte das zum Anlass genommen, eine neue Karte ins Internet zu stellen, auf der alle bekannten Lager und Produktionsstätten von Atomwaffen weltweit verzeichnet sind.
  • /

Mit dieser Zoom on Doom genannten Karte will Greenpeace darauf aufmerksam machen, dass es überall auf der Welt Lager mit Massenvernichtungswaffen (MVW) gibt. Da die USA und Großbritannien auf solche Schwierigkeiten stoßen, die MVWs im Irak zu finden, kommentierte William Peden, Atomwaffenexperte bei Greenpeace, wollten wir ein einfaches Hilfsmittel zur Verfügung stellen, auf dem alle bekannten Atomwaffen und ihre genauen Koordinaten aufgeführt werden.

Bislang haben die offiziellen Atomwaffenstaaten, die den Sperrvertrag unterzeichnet haben, dessen Forderungen nicht erfüllen können. Gegenwärtig gibt es global 30.000 Atomwaffen. Damit beträgt die Netto-Abrüstung, seit der Vertrag 1970 unterzeichnet wurde, lediglich 1.500 Atombomben, kritisiert Tom Clements von Greenpeace. Das ergibt eine statistische Abrüstung von 42 Bomben im Jahr - völlig inakzeptabel, wenn man sich die Gefahr vor Augen führt, die dieses Arsenal für alle bedeutet.

Greenpeace fordert von den Staaten, dass sie auf den Einsatz von Gewalt verzichten, sich verbindlich festlegen, keinen Erstschlag auszuführen, und dass sie ihre illegalen Atomwaffenarsenale beseitigen. Außerdem müssen sie sich auf Notfallmaßnahmen einigen, damit sich Krisen wie bei der Vertragskündigung durch Nordkorea nicht wiederholen. Auch die nach dem NPT erlaubte Weitergabe der Wiederaufbereitungs- und Anreicherungtechnik muss beendet werden.

Mehr zum Thema

Welche Welt wollen wir?

Frieden und Gerechtigkeit, Umweltschutz, Demokratie und faires Wirtschaften sind miteinander verwoben. Nur zusammen ergeben sie eine bessere Welt.