Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Fischer droht Iran mit UN-Sicherheitsrat

Bundesaußenminister Joschka Fischer hat vor den Vereinten Nationen (UN) in New York die iranische Regierung wegen ihres Atomprogramms kritisiert. Gegenwärtig sind Verhandlungen zwischen Großbritannien, Frankreich und Deutschland mit dem Iran ins Stocken geraten. Die Europäer wollen sicherstellen, dass das asiatische Land keine Atomwaffen entwickelt.

Die UN berät diese Woche in New York über den Atomwaffensperrvertrag (NPT). Vor Ort drohte Fischer Teheran mit dem Einschalten des UN-Sicherheitsrates, sollten die Verhandlungen über das Atomprogramm der Iraner abgebrochen werden. Das berichtete der Nachrichtensender n-tv am Dienstag.

Das ist typisch für die deutsche Diplomatie. Kaum steht sie in der Verantwortung, verfährt sie nach dem Sankt Florians-Prinzip: Verschon mein Haus, zünd' andre an! Außenminister Joschka Fischer macht auf die Probleme anderer, wie etwa des Irans, aufmerksam und vergisst, was in Deutschland los ist, kommentiert Greenpeace-Abrüstungsexperte Wolfgang Lohbeck.

Deutschland macht bei der Nuklearen Teilhabe der Nato mit. Es sollte aber jetzt seinen Beitrag zur Stärkung des Atomwaffensperrvertrages und zur atomaren Abrüstung leisten. Unverbindliche Apelle an die Adresse der Amerikaner allein reichen nicht, so Lobeck.

Deutschland muss die aktive Nukleare Teilhabe beenden, fordert Lohbeck. Die Tornado-Jagdbomber in der Eifel und die speziell ausgebildeten Piloten für den Einsatz von zwanzig US-amerikanischen Atombomben sollten der Vergangenheit angehören. Die Sitzung in New York ist ein guter Ort um auszusteigen.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Wetterextreme weltweit und ihre Folgen

Die Welt erwärmt sich, Wetterextreme nehmen weltweit an Häufigkeit und Heftigkeit zu. Das wird nicht ohne Folgen bleiben: Auch Hunger, Konflikte und Flucht werden mehr werden. 

Falsch investiertes Geld

In Kiel soll ein Kriegsschiff exportiert werden, dass in Israel Gasfelder sichern soll. Gegen diesen Klimawahnsinn protestieren deutsche und israelische Greenpeace-Aktive.

Nie wieder

Vor 76 Jahren zerstörten Atombomben Hiroshima und Nagasaki. Mit einer Simulation zeigen Greenpeace-Gruppen, was solche Bomben in deutschen Städten anrichten würden.