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Sonar tötet Wale

Sonarsignale von Schiffen und U-Booten fügen Walen innere Verletzungen zu, an denen sie sterben können. Britische Wissenschaftler bestätigen jetzt, was Umweltschützer seit langem vermuten: Lärmverschmutzung im Meer hat negativen Einfluss auf Meerestiere. Dabei sind die gestrandeten Wale nur ein sichtbarer Bruchteil der betroffenen Tierarten, fürchtet Andrea Cederquist, Meeresbiologin bei Greenpeace.

Sonargeräte werden bei der Marine zur Ortung von U-Booten eingesetzt. Dabei entsteht Lärm von 220 bis 240 Dezibel. Ein einzelnes Sonar ist auf einer Fläche von bis zu 800.000 Quadratkilometern - doppelt so groß wie die BRD - zu hören.

Die Forscher entdeckten bei der Autopsie angeschwemmter Wale Gasbläschen in Blutgefäßen und Organen. Noch unklar ist, ob die Bläschen entstehen, wenn die Wale aufgeschreckt zu schnell aus der Tiefe auftauchen, oder ob es sich um einen direkten physikalischen Effekt des Sonars handelt.

In beiden Fällen führt die Gasbildung zu der auch bei Menschen bekannten Taucherkrankheit: Starker Druckabfall macht die Tiere orientierungslos und fügt ihnen Schmerzen zu. Im äußersten Fall zerstören die Bläschen Gewebe und lösen Blutungen und Geweberisse aus.

Seit Anfang 2002 gibt die US-Navy zu, dass die Sonargeräte ihrer Schiffe Wale töten können. Greenpeace fordert, den Einsatz von Sonargeräten zu vermeiden, da die Ungefährlichkeit nicht nachgewiesen ist. (mod)

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