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Kein Delfinarium auf Rügen!

Im Rahmen einer kleinen Anfrage im Bundestag erkundigt sich am Mittwoch die Fraktion der Grünen nach einem geplanten Delfinarium auf Rügen. Die Abgeordneten äußern die Befürchtung, dass in der strukturschwachen Region im Wahlkreis von Bundeskanzlerin Angela Merkel wirtschaftliche Interessen den Interessen des Tier- und Naturschutzes übergeordnet werden.

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Viele Umwelt- und Tierschutzorganisationen sind sich einig, dass dem geplanten Delfinarium keine Betriebsgenehmigung erteilt werden sollte. Außerdem dürfe die Einfuhr lebender Delfine zu kommerziellen Zwecken nicht genehmigt werden. Die zukünftigen Betreiber des Delfinariums versuchen die Delfinhaltung, die tier- und artgerecht nicht durchführbar ist, durch die so genannte Delfintherapie moralisch zu legitimieren.

Delfine wandern in freier Wildbahn bis zu 100 Kilometer weit in einem sehr abwechslungsreichen Lebensraum. Das kann ein Definarium nicht bieten, gibt Stefanie Werner, Meeresexpertin von Greenpeace, zu bedenken. Von einer artgerechten Haltung kann man daher nicht sprechen. Zudem findet eine Delfintherapie in chloriertem Wasser statt. Chlor aber greift die Haut und Augen der Tiere an. Für eine erfolgreiche Therapie muss es keine Delfintherapie sein: Sehr gute Erfolge werden ebenso mit Haustieren erzielt, wie bei der Hippotherapie mit Pferden.

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