Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

IMO ermöglicht mehr Ostseeschutz

Die International Maritime Organisation (IMO) der Vereinten Nationen hat am Freitag in London beschlossen, der Ostsee den Status eines besonders empfindlichen Seegebietes (PSSA) zu verleihen. Ausgenommen davon sind jedoch die Ostseegebiete an der russischen Küste.

Greenpeace begrüßt den Schritt der IMO. Der PSSA-Status ist jedoch nur ein erster Schritt, erklärte Andrea Cederquist, Meeresexpertin bei Greenpeace. Er liefert den Rahmen für konkrete Regelungen, wie beispielsweise die Lotsenpflicht beim Passieren der Kadetrinne.

Der Beschluss macht den Weg auch frei für eine Umweltkontrolle der internationalen Schifffahrt in der Ostsee. Greenpeace wird in Zukunft verstärkt darauf achten, dass zusätzliche Schutzmaßnahmen von der IMO nicht später als 2005 übernommen werden. Gegen den Beschluss hatte sich vor allem Russland gewehrt.

Als Bürgerin eines Ostseeanrainerstaates finde ich es ermutigend, dass fast alle Küstenländer zum Schutz des Meeres zusammenarbeiten, sagte Cederquist. Es ist aber sehr beunruhigend mitzubekommen, wie Russland sich dem Umweltschutz widersetzt. Wenn nicht alle Länder rund um die Ostsee aufpassen, wird die russische Ölindustrie in Zukunft zu einer großen Gefahr. Im russischen Ölhafen Primorsk werden heute schon 12 Millionen Tonnen Öl jährlich umgeschlagen. Bis zum Jahre 2010 rechnet man mit einem Anstieg auf rund 45 Millionen Tonnen.

Tags:

Weiterführende Publikationen zum Thema

High Stakes

The environmental and social impacts of destructive fishing on the high seas of the Indian Ocean

Mehr zum Thema

Wachs im Wattenmeer?

Bei den Klumpen, die derzeit die Küste verschmutzen, handelt es sich vermutlich um Paraffine aus Tankwaschungen und Containerverlusten. Eine legale Praxis, die beendet werden muss.

Über die Verhältnisse

Deutschland hat seine Ressourcen für dieses Jahr verbraucht. Für alles, was ab jetzt konsumiert wird, zahlen kommende Generationen und andere Länder die Zeche. 

Arktis verwundbar wie nie

Das Eis am Nordpol geht zurück. Industrie und Schifffahrt drängen nach. Doch damit steigt das Risiko für eine weitere Ölpest.