Fanggebiete und Sub-Fanggebiete - Was heißt das für den Verbraucher?

Immer häufer findet der Verbraucher auf Fischprodukten Angaben zu Fanggebieten. Von FAO 27, Nordostatlantik, oder von Sub-Fanggebieten wie der Nordsee ist dort die Rede. Was heißt das eigentlich?
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Die Welternährungs- organisation FAO hat die Weltmeere in große Fanggebiete unterteilt und diesen Namen wie auch Numerierungen zugeordnet (siehe Abbildung 1). Nun kommen aber die Fischarten in diesen großen Fanggebieten in unterschiedlichen Beständen vor. So hat der Kabeljau zum Beispiel im Fanggebiet FAO 27 - dem Nordostatlantik - 13 unterschiedliche Bestände, die nicht alle im gleichen Gesundheitszustand sind oder mit denselben Fangmethoden befischt werden. Deswegen muss man bei der Bewertung von Fischereien die einzelnen Fischereien bzw. Bestände in den sogenannten Sub-Fanggebieten anschauen.

Genau das tut Greenpeace in seinem Ratgeber Fisch - beliebt, aber bedroht. Rund 80 Arten, aufgeteilt in circa 380 Bestände/Fischereien und Aquakulturen werden dort einzeln bewertet. So erhalten Verbraucher eine Übersicht, welche Bestände/Fischereien sie lieber meiden sollte und welche eher noch zu empfehlen sind. Diese differenzierte und etwas komplizierte Betrachtung ist notwendig, denn die Fischerei ist weltweit in einer Krise. Wir alle müssen beim Fischeinkauf genauer hinschauen.

Die Sub-Fanggebiete sind je nach Ozean von verschiedenen Institutionen festgelegt worden. So gibt zum Beispiel der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) die Einteilung für den Nordostatlantik vor (siehe Abbildung 2). Für einige Meeresregionen wie den Westlich Zentralen Pazifik gibt es jedoch noch keine offiziell bestimmten Sub-Fanggebiete. Sie müssen dort dringend noch festgelegt werden.

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