Skip to main content
Jetzt spenden
Fanggebietskarte der FAO. 2010
© Greenpeace

Fanggebiete und Sub-Fanggebiete - Was heißt das für den Verbraucher?

Die Welternährungs- organisation FAO hat die Weltmeere in große Fanggebiete unterteilt und diesen Namen wie auch Numerierungen zugeordnet (siehe Abbildung 1). Nun kommen aber die Fischarten in diesen großen Fanggebieten in unterschiedlichen Beständen vor. So hat der Kabeljau zum Beispiel im Fanggebiet FAO 27 - dem Nordostatlantik - 13 unterschiedliche Bestände, die nicht alle im gleichen Gesundheitszustand sind oder mit denselben Fangmethoden befischt werden. Deswegen muss man bei der Bewertung von Fischereien die einzelnen Fischereien bzw. Bestände in den sogenannten Sub-Fanggebieten anschauen.

Genau das tut Greenpeace in seinem Ratgeber Fisch - beliebt, aber bedroht. Rund 80 Arten, aufgeteilt in circa 380 Bestände/Fischereien und Aquakulturen werden dort einzeln bewertet. So erhalten Verbraucher eine Übersicht, welche Bestände/Fischereien sie lieber meiden sollte und welche eher noch zu empfehlen sind. Diese differenzierte und etwas komplizierte Betrachtung ist notwendig, denn die Fischerei ist weltweit in einer Krise. Wir alle müssen beim Fischeinkauf genauer hinschauen.

Die Sub-Fanggebiete sind je nach Ozean von verschiedenen Institutionen festgelegt worden. So gibt zum Beispiel der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) die Einteilung für den Nordostatlantik vor (siehe Abbildung 2). Für einige Meeresregionen wie den Westlich Zentralen Pazifik gibt es jedoch noch keine offiziell bestimmten Sub-Fanggebiete. Sie müssen dort dringend noch festgelegt werden.

  • Fanggebietskarte der ICES. 2010

    Fanggebietskarte der ICES

    Überspringe die Bildergalerie
Ende der Gallerie

Mehr zum Thema

fishery sea bass

Überfischung

  • 19.10.2021

Unser Verlangen nach Fisch übersteigt die Belastungsgrenzen des marinen Ökosystems bei weitem. Die Überfischung der Meere stellt damit eine große Bedrohung für die Meeresumwelt dar.

mehr erfahren
Dorsch im Stellnetz

Ostsee-Dorsch kollabiert

  • 12.10.2021

EU beschließt, die Fischerei auf Dorsch in der Ostsee einzustellen. Die Bestände sind durch jahrzehntelange Überfischung zusammengebrochen.

mehr erfahren
Rote Tiefseekoralle (Calcigorgia spiculifera) als Beifang

Beifang

  • 06.10.2021

In vielen Fischereien gibt es Beifang. Das heißt, dass außer den Zielarten andere Arten ungewollt mitgefangen werden. In den meisten Fällen werden diese dann tot oder sterbend ins Meer zurückgeworfen.

mehr erfahren
Die Saya de Malha Bank ist Teil des Maskarenen-Plateaus und liegt zwischen Mauritius und den Seychellen im Indischen Ozean. Sie ist die größte Seegraswiese der Welt und eine der größten Kohlenstoffsenken der Hohen See.

Fischerei heizt Klimakrise an

  • 18.09.2021

Die Grundschleppnetzfischerei in den Ozeanen löscht marine Lebensräume aus und setzt mehr CO2 frei als die Luftfahrt. Das belegt eine aktuelle US-Studie.

mehr erfahren

Lebensgrundlagen in Gefahr

  • 18.09.2021

Die Fischerei im Indischen Ozean wird nicht ausreichend kontrolliert: Rund ein Drittel der untersuchten Fischpopulationen gelten bereits als überfischt.

mehr erfahren

Siegel nicht sauber

  • 09.09.2021

Das MSC Siegel soll eigentlich nachhaltigen Fischfang garantieren. Doch es hält oft nicht, was es verspricht. Bio-Produkte oder vegetarisch ist daher Ostern die bessere Wahl.

mehr erfahren