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Europaparlament will Meer

Das Europäische Parlament hat sich am Dienstag in Straßburg auf deutlich weitreichendere Maßnahmen zum Meeresschutz geeinigt, als von der Europäischen Kommission vorgeschlagen. Die Parlamentarier riefen zu EU-weiten Anstrengungen auf, die Schäden aus nicht-nachhaltiger Fischerei, Schifffahrt, Ölförderung, Meeresverschmutzung, Küstenbebauung und -verschmutzung zu bekämpfen. Diese stellten eine immer größer werdende Bedrohung für die Seegebiete der EU dar. Umweltschutzorganisationen begrüßten den Elan des Parlaments bei der Stärkung der EU-Meeresstrategie-Richtlinie.

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Das Europaparlament hat abgestimmt und in der Richtlinie schärfere Maßnahmen gefordert, als die Kommission in ihrem unkonkreten und verschwommenen Vorschlag einbringen wollte, sagt Iris Menn, Meeresexpertin von Greenpeace. Wir sind mit dieser Abstimmung des Parlaments sehr zufrieden. Besonders erfreut sind wir über die Definition des Guten Erhaltungszustandes (Good environmental status) und die Verankerung von Schutzgebieten im Text. Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Nun stehen die Mitgliedstaaten in der Pflicht, nicht dahinter zurückzufallen.

Der Beschluss des Europaparlaments kommt eine Woche nach der Veröffentlichung einer umfassenden Studie von Forschern der Dalhousie-Universität in Halifax/Kanada. Darin warnen die Wissenschaftler davor, dass bereits Mitte dieses Jahrhunderts Schluss mit Fisch aus dem Meer ist, wenn nicht sofort das Ruder herumgerissen wird. Als ein probates Mittel bezeichneten sie dabei Meeresschutzgebiete - eine Lösung, die Greenpeace schon seit Jahren fordert.

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