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Der Gipfel des Klimawandels

Zwölf Jugendliche, die sich im Greenpeace-Jugendprojekt SolarGeneration engagieren, haben am Donnerstag auf der Zugspitze für verstärkten Klimaschutz protestiert. Dazu markierten sie den Punkt, bis zu dem der Gletscher des Berges voraussichtlich in den nächsten 15 Jahren abschmelzen wird. Sie legten ein rundes Banner nieder, auf dem stand: Klimawandel auf der Zugspitze - Gletschergrenze im Jahr 2020

Die Besucher der Zugspitze konnten sich anhand von Vergleichsbildern aus den Jahren 1910 und 2003 ein Bild davon machen, wie sich der Gletscher im Laufe der vergangenen fast einhundert Jahre verändert hat. Als Mahnung an die verantwortlichen Politiker füllten die Jugendlichen Schmelzwasser des Gletschers in Flaschen ab. Diese sollen bei der nächsten Klimakonferenz Ende November in Montreal den deutschen und internationalen Delegierten überreicht werden.

Wir werden die Leidtragenden einer verfehlten Klimaschutzpolitik sein, warnt Maja Noack, 20 Jahre alt, aus der Greenpeace Jugendgruppe Köln. Zunehmende Stürme, Hochwasser und andere Wetterphänomene sprechen eine deutliche Sprache. Es ist Zeit - wir können den Klimaschutz nicht mehr aufschieben. Politisches Handeln für unsere Zukunft ist gefragt - jetzt!

Jugendliche der SolarGeneration werden im November nach Montreal reisen, um den Delegierten der internationalen Klimakonferenz die Ergebnisse einer Dokumentation zu präsentieren, die von Jugendlichen in acht Ländern zum Klimawandel angefertigt wird. Die Regierungen müssen verpflichtet werden, den Ausstoß an Treibhausgasen bis 2020 viel drastischer zu senken. Deshalb fordern wir von der internationalen Politik verbindliche und weitreichende Ziele zur Verringerung von Treibhausgasen, so Maja Noack.

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