Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Keine Fortschritte in Neu Delhi

Auch ein zweiter Entwurf für eine Abschlussdeklaration der zurzeit in der indischen Hauptstadt Neu Delhi stattfindenden achten internationalen Klimakonferenz wird von Umweltverbänden als zu schwach kritisiert.

Der Entwurf ist aus Versatzstücken früherer Konventionen zusammengesetzt, kritisiert Greenpeace Klima-Experte Steve Sawyer. Dem Ziel der Konferenz kommen wir damit leider keinen Schritt näher. In dem Entwurf steht nichts, was uns vor einem gefährlichen Klimawandel bewahren könnte.

Immerhin nimmt der derzeitige Entwurf wenigstens Bezug auf das Kyoto Protokoll und fordert alle Staaten auf, dies zu unterzeichnen und für eine Unterzeichnung zu werben. Das war in der Vorgängerversion nicht der Fall, weshalb manche Beobachter schon gemunkelt hatten, Gastgeber Indien habe sich der wenig fortschrittlichen Position der USA angeschlossen.

Aber es ist auch im neuen Entwurf nirgendwo die Rede davon, dass eigentlich viel tiefere Einschnitte notwendig sind, als die im Kyoto-Protokoll vereinbarten, bemängelt Sawyer. Diesen Standpunkt vertritt auch die Europäische Union, deren Emissäre ebenfalls stärkere Anstrengungen nach 2012 einfordern.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Klimaklage: Klappe, die zweite

Neun junge Menschen halten die bisherigen Klimaschutzmaßnahmen für unzureichend und ziehen vor das Bundesverfassungsgericht. Greenpeace unterstützt die Verfassungsbeschwerde.

Für mein Recht auf Zukunft

Neun ganz unterschiedliche junge Menschen finden: Das Klimaschutzgesetz der Bundesregierung gefährdet ihre Grundrechte. Deshalb reichen sie Klage beim Bundesverfassungsgericht ein.

Klimawandel vor der Tür

„Wir müssen hier einfach nur vor die Tür gehen, um den Klimawandel zu spüren.“ Im Interview spricht Dr. Sven Teske von der Universität in Sydney über die verheerenden Brände.