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Luftverschmutzung und Klimawandel töten

Mindestens 35.000 Menschen können diesen Sommer durch die außerordentliche Hitze in Europa ums Leben gekommen sein. Das schätzt das Earth Policy Institute (EPI) in Washington nach Untersuchung der bislang von den einzelnen Ländern gemachten Angaben. Da einige Staaten noch keine Zahlen vorgelegt haben, erwartet das EPI noch ein Anwachsen der Zahl von hitzebedingten Todesfällen.

Der August 2003 war der wärmste August auf der Nordhalbkugel seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Klimaexperten gehen jedoch davon aus, dass in Zukunft noch viel extremere Wetterlagen auftreten werden - ebenfalls mit tödlichen Folgen. Grund dafür ist die wegen des Treibhauseffekts erwartete weltweite Erwärmung. Am schlimmsten wirke sich die Hitze in städtischen Siedlungsgebiet aus, so das EPI.

Gerade in Städten sterben aber auch viele Menschen wegen der Luftverschmutzung. Mehr als 1,5 Millionen Todesfälle jedes Jahr führt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) allein in asiatischen Großstädten auf die Belastung der Luft mit Partikeln, Schwefeldioxid und andere Ursachen zurück. Nach Angaben der WHO leben mehr als die Hälfte aller Stadtbewohner auf der Erde in Asien.

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