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Klimawandel schwächt Golfstrom

Was Klimaforscher in Rechenmodellen bereits seit Jahren prognostiziert haben, ist zur erschreckenden Gewissheit geworden: Die Kraft des Golfstroms nimmt auf Grund der Klimaerwärmung ab. In den vergangenen 50 Jahren hat sich seine Wasserzirkulation um rund ein Drittel verlangsamt. Das belegen Messergebnisse, die britsche Forscher jetzt in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht haben.

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Wir müssen die Treibhausgase in den kommenden Jahren drastisch reduzieren, fordert Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid. Während Wissenschaftler immer deutlichere Beweise für den heute schon stattfindenden Klimawandel liefern, versagen die Politiker in Montreal und sind nicht fähig, auf die Gefahr angemessen zu reagieren.

Sollte der Strom einmal ganz abreißen, befürchten Wissenschaftler einen dramatischen Temperaturabfall in Nordeuropa. Denn der Strom, der kaltes Wasser in der Tiefe nach Süden und warmes an der Oberfläche nach Norden transportiert, sorgt für ein mildes Klima in unseren Breiten. Die Klimaerwärmung stört den Antriebsmechanismus des Stroms: Durch stärkere Niederschläge und Gletscherschmelze steigt der Süßwassergehalt, die Zirkulation kommt ins Stocken.

Damit der Golfstrom nicht völlig zum Erliegen kommt, muss eine weitere Erwärmung des Klimas verhindert werden. Das sehen viele Politiker offenbar anders, kritisiert Smid: In Montreal wird taktiert und blockiert, nur nicht agiert. Vor allem die anhaltende Weigerung der USA, verbindliche Ziele zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen festzulegen, blockiert die Weltklimakonferenz. (Autorin: Nadine Behrens)

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