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Kleiner Greenfreeze-Leitfaden zum Kühlschrankkauf

Die Greenfreeze-Technik von Greenpeace ist das beste Mittel, um Ozonschicht und Klima vor gefährlichen Gasen aus Kühlgeräten zu bewahren. Greenfreeze-Technologie heißt: keine chlorierten und fluorierten Substanzen in Kältekreislauf und Isolierung, niedriger Energieverbrauch.
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Worauf Sie achten sollten

Die Greenfreeze-Technik von Greenpeace ist das beste Mittel, um Ozonschicht und Klima vor gefährlichen Gasen aus Kühlgeräten zu bewahren. Greenfreeze-Technologie heißt: keine chlorierten und fluorierten Substanzen in Kältekreislauf und Isolierung, niedriger Energieverbrauch.

Weil Greenfreeze-Kühlschränke auf FCKW und auf FKW verzichten, schonen sie die Ozonschicht und das Klima. Kaufen Sie kein Modell, auf dem nur FCKW-frei steht, es enthält in der Regel das schädliche Treibhausgas FKW.

Energieverbrauch: Auf den meisten Modellen ist der Energieverbrauch mit einer farbigen Graphik (Energieklassen A-G) angezeigt. Kaufen Sie kein Modell schlechter als B! Hohe Energieeffizienz (A oder B) reduziert die direkten Auswirkungen Ihres Kühlschranks auf das Klima und schont den Geldbeutel.

Greenfreeze-Technik ist international anerkannt. Sie entspricht nicht nur dem EU-Öko-Label- im Gegensatz zu Kühlschränken mit FCKW, H-FCKW und FKW, sondern erhielt auch den Ozone Award der Vereinten Nationen.

Vorsicht bei Preisknüllern

Nahezu alle in Deutschland hergestellten Kühlschränke entsprechen heute der Greenfreeze-Technologie. Dazu gehören Geräte bekannter Hersteller, wie Bosch, Siemens, Liebherr, oder AEG. Produkte ausländischer Hersteller entsprechen nur zum Teil der Greenfreeze-Technik. Achtung: Vorsicht ist insbesondere geboten bei allen Preisknüllern und Billigangeboten. Hinter ihren Türen verbergen sich sehr oft immer noch FKW.

Wo Sie Greenfreeze kaufen können

Greenfreeze-Technik gibt es in allen Fachgeschäften, sowohl im Einzelhandel als auch in den Fachabteilungen großer Kaufhäuser. Bei den bekannten Marken der deutschen Firmen können Sie nahezu mit Sicherheit davon ausgehen, dass die Geräte dem Greenfreeze-Standard entsprechen: ohne FCKW, H-FCKW oder FKW in Kälteerzeugung und Isolierschaum und mit einer sehr guten Energieeffizienz.

Bei allen Billigangeboten, wie sie heute immer noch in den großen Kaufhäusern stehen, ist Vorsicht geboten. Sie sind immer noch häufig mit FKW (R134a) gekühlt und enthalten zum Teil FKW oder H-FCKW im Isolierschaum.

Wenn Sie unsicher sind, schauen Sie selbst auf das Typenschild an der Rückseite, meist auf dem Kompressor oder im Innenraum: Meiden Sie Geräte mit dem umweltschädlichen Kältemittel R134a zugunsten natürlicher Kohlenwasserstoffe wie R600a oder R290 (Isobutan bzw. Propan). Verlassen Sie sich nicht auf die Aussagen der Verkäufer/innen. Auch das Fachpersonal kann meist nicht zwischen FKW, FCKW und H-FCKW unterscheiden. Geben Sie sich nicht mit der Auskunft zufrieden, der Kühlschrank sei 100 Prozent FCKW-frei, denn das bedeutet häufig, dass er FKW enthält.

Was Greenfreeze eigentlich ist

Greenfreeze-Technik bedeutet: Nicht nur vollständiger Verzicht auf alle harten FCKW, sondern auch auf die Ersatzstoffe der chemischen Industrie, die eng mit FCKW verwandt sind: sowohl weiche FCKW wie insbesondere FKW. Das FKW R134a wird zum Beispiel immer noch als Kältemittel im Kühlschrank und in Autoklimaanlagen, aber auch als Treibmittel in Sprays eingesetzt.

Im Juni 1992 gab Greenpeace zehn Prototypen eines Greenfreeze-Kühlschranks zu Testzwecken bei dem ostdeutschen Hersteller dkk Scharfenstein (heute Foron) in Auftrag. Greenpeace und Foron haben seitdem die Kältetechnik weltweit umgekrempelt.

Greenpeace konnte sowohl auf dem nationalen wie auf dem internationalen Markt nachweisen, dass die Greenfreeze-Technologie nicht nur machbar, sondern auch technisch überlegen ist.

Jedes Jahr werden inzwischen mehr als 15 Millionen Greenfreeze-Kühlschränke produziert, die in vielen unterschiedlichen Modellen erhältlich sind, und das nicht nur in Deutschland oder Europa. In China sind bereits fast die Hälfte der produzierte Kühlschränke Greenfreeze-Geräte.

 

Wo Sie aufpassen müssen

FCKW - Fluorchlorkohlenwasserstoffe: Bis vor einigen Jahren wurden die meisten Haushaltskühlschränke mit den ozonzerstörenden FCKW im Kältekreislauf und in der Isolierung hergestellt. Seit Januar 1995 ist ihr Gebrauch in der EU verboten.

H-FCKW - teilhalogenierte weiche Fluorchlorkohlenwasserstoffe: Ebenso wie FCKW sind H-FCKW ozonzerstörend (wenn auch in geringerem Maße) und heizen den Treibhauseffekt an. Langfristig werden sie ebenfalls verboten.

FKW-Fluorkohlenwasserstoff: FKW (speziell R134a) wurden von der chemischen Industrie als sogenannte Ersatzstoffe angepriesen. Zwar sind sie nicht ozonzerstörend, besitzen aber ein enormes Treibhauspotential (ca. 3000 mal CO2).

FCKW/FKW: Überholte Technik: Kältetechnik mit den aufgeführten Stoffen ist ein Auslaufmodell; entweder ist ihr Ausstieg vom internationalen Montreal Protokoll zum Schutz der Erdatmosphäre vorgeschrieben oder durch die Konvention zur Klimaänderung (FCCC) absehbar.

FCKW-frei allein reicht nicht

Kaufen Sie keine Kühlschränke, Tiefkühlgeräte oder Kombinationen, die FCKW, H-FCKW oder FKW enthalten. Passen Sie auf bei Geräten, die mit dem Label FCKW-frei werben, sie enthalten oft H-FCKW oder FKW.

Greenfreeze-Kühlgeräte sind von außen nicht von anderen Gräten zu unterscheiden. Achten Sie deshalb vor dem Kauf sorfältig auf die Angaben auf dem Typenschild.

V.i.S.d.P.: Wolfgang Lohbeck

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