Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Neues EEG regelt Stromerzeugung mit Palm- und Sojaöl

Der Bundestag hat am Freitag in abschließender Lesung die Novelle des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) verabschiedet. Die Förderung der Stromerzeugung mit Palm- und Sojaöl wird ab 2009 an die Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien gekoppelt. Unser Agrarexperte Alexander Hissting kommentiert diesen Beschluss.

  • /

Mit der bisherigen Förderung von Palm- und Sojaöl im EEG führte die Bundesregierung ihre Klimaschutzpolitik ad absurdum. Sie belohnte die Hersteller von Palm- und Sojaöl mit Bonuszahlungen und befeuerte so die klimaschädliche Abholzung und Brandrodung von Urwäldern für Plantagen.

Eine Woche nach der UN-Biodiversitätskonferenz in Bonn kündigt die Bundesregierung nun an, dass ab nächstem Jahr die Stromproduktion mit Palm- und Sojaöl nur noch gefördert wird, wenn sogenannte Nachhaltigkeitskriterien für deren Erzeugung verabschiedet worden sind.

Die Entwicklung von Kriterien für eine ökologische, sozial gerechte und sauber kontrollierte Zertifizierung dieser Pflanzen steckt jedoch noch in den Kinderschuhen. Bis sich die Staatengemeinschaft auf verbindliche Regeln geeinigt hat, fordert Greenpeace ein weltweites Einschlagmoratorium für alle intakten Urwälder.

Tags:

Weiterführende Publikationen zum Thema

Corona-Krise: Wirtschaftshilfen

Wie notwendige Wirtschaftshilfen die Corona-Krise abfedern und die ökologische Transformation beschleunigen können

Mehr zum Thema

Unter einer Decke

Die CDU kungelt mit der Industrie – und so liest sich auch das Kohlegesetz. Greenpeace-Aktive verwandelten darum heute in Berlin die Parteizentrale in ein dunkles Hinterzimmer. 

Knete statt Krisenstimmung

RWE lässt sich den Kohleausstieg mit Steuermilliarden vergolden – und wirtschaftet weiter klimaschädlich und unsozial. Dagegen protestierten Greenpeace-Aktive heute in Essen.

Über den Runden Tisch gezogen

Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace Deutschland, erklärt im Interview, warum dem Kohleausstiegsgesetz in der jetzigen Form nicht zugestimmt werden darf.