Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Streit um Untersuchungsausschuss Asse

Die Grünen wollen ihn, die SPD wiegelt ab: Im niedersächsischen Landtag streiten sich die Fraktionen um die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zum Atommülllager Asse.

  • /

Eine detaillierte Aufarbeitung der jahrzehntelangen Schlampereien in Asse ist absolut notwendig, kommentiert Greenpeace-Atomexperte Heinz Smital. Sollte die niedersächsische SPD diese Aufarbeitung erfolgreich blockieren, wäre das genauso skandalös wie die Vorgänge im Atommülllager selbst.

Wer nichts zu verbergen habe, müsse auch keine Angst vor einem Untersuchungsausschuss haben, sagt Smital. Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf zu erfahren, wer für den Asse-Skandal verantwortlich ist. Wenn diese Aufklärungsarbeit im niedersächsischen Parlament nicht möglich ist, muss umgehend ein Bundestags-Untersuchungsausschuss diese Aufgabe übernehmen.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Fukushima-Report 2020

Die Strahlungsmessungen in der Region Fukushima aus dem Herbst 2019 zeigen: Unwetter wie der Taifun Hagibis führen zum Auftreten neuer radioaktiver Hotspots. Auch in den Gebieten, in denen im Sommer 2020 die Olympiade stattfinden soll.

Fukushima-Report: Kinder und Arbeiter

Kinder und die Dekontaminierungsarbeiter leiden besonders unter der radioaktiven Strahlung in Fukushima. Sie ist auch acht Jahre nach dem Atomunfall in Japan noch viel zu hoch.

Mehr zum Thema

Gefährliches Gestern

Die Katastrophe von Tschernobyl rückt in die Vergangenheit, ihre Folgen verschwinden aber nicht aus der Gegenwart. Sie sind eine Mahnung – auch an Atomkraftbefürworter:innen.

Der ewige Denkzettel

Die Katastrophe ist nicht vorbei: Auch zehn Jahre nach dem Atomunfall in Fukushima leiden japanische Bürger:innen unter den Folgen – während die Regierung Normalität vorgaukelt.

Katastrophal nachgebessert

Eine Novelle des Atomgesetzes, die berechtigte Klagen unterbände, hätte fatale Auswirkungen – nicht nur für die Anwohnerinnen von Atomanlagen, sondern auch für den Rechtsstaat.