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Elfenbeinküste fordert Festsetzung der Probo Koala

Unterstützung von prominenter Seite haben die Greenpeace-Aktivisten bekommen, die im estnischen Hafen von Paldiski gegen den Giftmüllfrachter Probo Koala protestieren. Im Namen der Regierung der Elfenbeinküste fordert die Präsidentin der nationalen Untersuchungskommission für Giftmüll, Richterin Fatoumata Diakite, vom estnischen Umweltminister, den Frachter festzusetzen.

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Die Greenpeace-Toxic-Patrol hat den Frachter Probo Koala im estnischen Hafen aufgespürt und schnell gehandelt: Am Montagabend ging das Greenpeace-Schiff Arctic Sunrise neben dem Giftfrachter vor Anker. Die Aktivisten forderten die estnische Regierung und die EU auf, gegen den Besitzer und die Chartergesellschaft vorzugehen und die Verantwortlichen für den Giftmüllskandal in Abidjan zur Verantwortung zu ziehen. Vier Aktivisten wurden im Laufe des Tages festgenommen.

Wir liegen mit unserem Schiff Arctic Sunrise direkt neben dem Gifttanker, berichtet Greenpeace-Sprecher Jan Isakson. Wir fordern die estnischen und EU-Behörden auf, Schiff und Besatzung festzuhalten, um eine eingehende Untersuchung und entsprechende strafrechtliche Schritte zu ermöglichen.

Die unter der Flagge von Panama fahrende Probo Koala war von einer niederländischen Firma gechartert worden und hatte im August im westafrikanischen Hafen Abidjan (Elfenbeinküste) illegal rund 400 Tonnen giftige Ölabfälle entsorgt. An den Folgen starben acht Menschen. Mehr als 44.000 Menschen leiden an Vergiftungserscheinungen.

Mittlerweile arbeiten französische Experten an der fachgerechten Entsorgung des Giftmülls. Die niederländische Justiz nahm Ermittlungen auf, da nach europäischem Recht die Ausfuhr gefährlichen Mülls in Entwicklungsländer verboten ist. Umso unbegreiflicher, dass der Frachter nach den Todesfällen seine Fahrt einfach fortsetzen darf. Niemand hindert ihn daran, mit seinem todbringenden Geschäft fortzufahren.

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