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Clemenceau-Urteil verschoben

Weiter unklar bleibt das Schicksal des ausgemusterten französischen Kriegsschiffes Clemenceau. Der Oberste Gerichtshof in Indien wollte ursprünglich am Montag entscheiden, ob das Schiff im Schiffsfriedhof von Alang verschrottet werden dürfe. Ein Gerichtskomitee war jedoch zu keiner eindeutigen Empfehlung gekommen. Nun soll zunächst eine neue Expertengruppe einberufen werden. Zusätzlich hat der Gerichtshof Protestaktionen bis auf weiteres verboten, weil diese unrechtmäßig Einfluss auf das Urteil nähmen.

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Der Gerichtshof erwartet von der indischen Regierung nun eine Liste mit Namen ehemaliger Marine-Offiziere, die über entsprechendes Fachwissen verfügen. Sie sollen die neue Expertengruppe bilden. Von dieser erhofft sich der Gerichtshof vor allem Aufschluss über die 1961 beim Bau der Clemenceau verwendeten Materialien.

Eine von Greenpeace in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage hat unterdessen ergeben, dass 70 Prozent der Inder gegen eine Verschrottung der Clemenceau in Alang sind. 88 Prozent der Befragten sind der Meinung, Frankreich solle alle Giftstoffe selbst entfernen, 89 Prozent sprachen sich für ein generelles Importverbot giftiger Substanzen nach Indien aus.

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