Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

AKW Krümmel geht wieder ans Netz

Das AKW Krümmel darf nach zwei Jahren Stillstand wieder ans Netz. Eine schnelle Entscheidung der schleswig-holsteinischen Atomaufsicht: Der Energiekonzern Vattenfall hatte den Antrag auf Wiederinbetriebnahme erst am Dienstag dieser Woche gestellt.

  • /

Die Genehmigung sei ein Fehler, meint Greenpeace-Atomexperte Tobias Münchmeyer. Krümmel ist und bleibt ein Pannenreaktor. Die Bevölkerung wird von den verantwortlichen Politikern damit bewusst einem vermeidbaren Risiko ausgesetzt.

Münchmeyer wirft dem Betreiber Vattenfall vor, keine ausreichende Kenntnis seines eigenen Reaktors zu haben: Das Wiederanfahren von Krümmel wurde in den vergangenen zwei Jahren schon häufig angekündigt und dann wieder abgeblasen. Krümmel darf nicht wieder in Betrieb gehen.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Report: Unequal Impact

Menschenrechtsverletzungen bei Frauen und Kindern nach dem Atomunfall im Kraftwerk Fukushima Daiichi. Report in englischer Sprache.

Mehr zum Thema

Es ist zwei vor Zwölf

Die UN wollen Atomwaffen verbieten, der Vertrag wird gerade ratifiziert. Nur: die Atommächte machen nicht mit. Ein Interview mit Greenpeace-Experte Heinz Smital und Alexander Lurz.

Sicherheit ist gutes Recht

Frankreichs AKW haben ernste Sicherheitsmängel; darauf machten Greenpeace-Aktivisten mit friedlichem Protest aufmerksam. Ein AKW-Betreiber zog vor Gericht – mit mäßigem Erfolg.

Schlechter Gewinner

Frankreichs Präsident Macron wird für seine Vision Europas mit dem Karlspreis ausgezeichnet. Doch sein Beharren auf Atomkraft verdient keine Würdigung, sagen Greenpeace-Aktivisten.