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Sagt Nein zum Walfang - für immer

Die erste Fahrt der Rainbow Warrior I im Jahr 1978 hatte das Ziel, den Walfang auf Island zu stoppen. Damit war sie letztendlich erfolgreich, in den achtziger Jahren stellte das Land den Walfang ein. 25 Jahre später fährt nun wieder eine Rainbow Warrior nach Island - und das Problem ist wieder dasselbe: Walfang.

Die isländische Regierung hat im Juni während der Tagung der Internationalen Walfang-Kommission (IWC) in Berlin angekündigt, den Walfang wieder aufnehmen zu wollen - zu wissenschaftlichen Zwecken. Dafür sollen in diesem Jahr bis zu 38 Minkewale getötet werden, 2004 bis zu 250 Großwale, darunter stark bedrohte Arten wie Sei- und Finnwale.

Kein wissenschaftliches Ziel rechtfertigt das Töten von Walen, sagt Greenpeace Geschäftsführer Gerd Leipold an Bord der Rainbow Warrior. Das ist schlicht und ergreifend der Versuch der isländischen Regierung, den kommerziellen Walfang wieder aufzunehmen.

Leipold war schon 1978 bei der ersten Island-Fahrt der Rainbow Warrior dabei. Er ist gespannt auf das Treffen mit der lokalen Bevölkerung, mit der er über die Zukunft von Walen und Walfang diskutieren will. In zwei Wochen wird die Rainbow Warrior in Island eintreffen.

Walfang ist Teil der isländischen Vergangenheit - und so sollte das auch bleiben. Manche Isländer mögen das bedauern, weil Walfang so ein bedeutender Teil ihres Lebens war. Ich erwarte nicht, dass wir jedermanns Einstellung ändern werden, aber ich hoffe, dass wir vielen Isländern den Mut und die Überzeugung geben werden, Nein zu sagen zum Walfang - für immer, so Leipold. Island verdient heute mehr Geld mit Walbeobachtung als es mit dem Töten von Walen möglich wäre und die Regierung sollte alles unternehmen, um die Wale in ihren Gewässern zu schützen.

In den letzten zehn Jahren haben sich ein Dutzend Walbeobachtungs-Unternehmen in Island angesiedelt. Zusammen erwirtschaften sie einen Umsatz von rund achteinhalb Millionen US-Dollar. Der kommerzielle Walfang brachte Island, als er durch das Moratorium der IWC gestoppt wurde, gerade einmal drei bis vier Millionen US-Dollar ein.

Etliche lokale Gruppen haben auch in Island schon ihre Besorgnis über die Pläne der Regierung geäußert. Eine Walbeobachtungs-Station setzte die Nationalflagge auf halbmast, als die Wiederaufnahme des Walfangs bekannt gegeben wurde.

Leipold: Wir müssen der isländischen Regierung ein klares Signal senden - international wie in Island selbst -, dass wir die Wiederaufnahme des Walfangs nicht hinnehmen werden.

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