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Greenpeace-Person, angekettet an die Ankerkette des Massengutfrachters Global Wind, mit einem Banner mit der Aufschrift (durchgestrichen): "GMO" mit Greenpeace-Schlauchboot, Paranagua, Brasilien.
© Greenpeace / Jeremy Sutton-Hibbert

Schicht am Anker gegen Gen-Soja

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Vor dem Hafen der brasilianischen Stadt Paranagua im Bundesstaat Paraná liegt seit Montag der Gen-Frachter Global Wind fest. Ein Greenpeacer hat sich an der Ankerkette des Schiffes festgekettet. Die Global Wind ist mit rund 30.000 Tonnen argentinischem Gen-Sojamehl nicht vollständig beladen. Sie soll in Paranagua weitere 10.000 Tonnen gentechnikfreier Soja an Bord nehmen, die dann kontaminiert zu werden droht.

Paraná ist der zweitgrößte Sojaproduzent Brasiliens. Als Präsident Lula im vergangenen Jahr das Anbauverbot für Gen-Soja vorübergehend aufhob, verweigerte die Regierung des Bundesstaates die Gefolgschaft und erklärte Paraná zur gentechnikfreien Zone. Paranagua ist der einzige brasilianische Hafen, der strenge Maßnahmen ergriffen hat, um seine Sojaexporte frei von Kontaminationen zu halten.

Der ökonomische Vorteil, einer von wenigen Großlieferanten genfreier Soja zu sein, könnte verloren gehen, wenn Kontaminierungen nicht verhindert werden, sagte Greenpeace-Expertin Gabriela Vuolo an Bord der Arctic Sunrise, die in der Nähe des Gen-Frachters vor Anker gegangen ist. Sie forderte die Verantwortlichen auf sicherzustellen, dass Brasiliens gentechnikfreie Sojaexporte nicht gefährdet werden.

An der Ankerkette der Global Wind wechseln sich Greenpeacer aus verschiedenen Ländern ab. Den Anfang hat ein argentinischer Aktivist gemacht. Die zweite „Schicht“ übernahm nach rund vier Stunden ein Greenpeacer aus Brasilien. Der Umgangston zwischen der Crew des Gen-Frachters und den Greenpeacern sei, so hörten wir, trotz eindeutig unterschiedlicher Ziele höflich und zuvorkommend.

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