Skip to main content
Jetzt spenden
Greenpeace-Aktivisten protestieren auf dem Pariser Autosalon gegen den zu hohen Schadstoffausstoß des neuen Golf7
David Robert Jones / Greenpeace

Archiviert | Inhalt wird nicht mehr aktualisiert

Volkswagen nous enfume! (Volkswagen nebelt uns ein) – mit dieser Botschaft protestierten Greenpeace-Aktivisten am Donnerstag während der Vorstellung des neuen Golf 7 in Paris. Der Protest richtete sich zum einen gegen den zu hohen CO2-Außstoß der neuen Golf 7-Flotte, zum anderen positioniert sich der größte europäische Automobilkonzern in seinen Umweltzielen nicht klar für strenge CO2-Grenzwerte europäischer Neufahrzeuge.

Samstags darauf befestigten die Aktivisten an den Eingangstürmen zur Messe ein Banner mit dem VW-Logo sowie der Aufschrift „CO2 – Das Problem“. Sie informierten Messebesucher über die Modelpolitik von Volkswagen. Für Greenpeace Deutschland besuchte Christoph von Lieven die Automobilmesse und gibt einen kurzen Rückblick.

Redaktion: Christoph, wogegen konkret haben die Aktivisten protestiert?

Christoph von Lieven: Wir haben bei der Vorstellung des neuen VW-Golf dagegen protestiert, das dieser wieder mehr Sprit verbraucht als notwendig. Wenn ein neues Massenmodel entwickelt wird, muss das dem aktuellen Stand der Technik entsprechen und die für den Klimaschutz notwendigen Verbrauchswerte aufweisen - das ist bei den neuen Golf-Modellen nur die teure Ausnahme.

Redaktion: Waren auch deutsche Aktivisten dabei?

Christoph von Lieven: Ja, an dieser Aktivität am Donnerstag haben zwei Aktivisten aus Deutschland, sowie mehrere AktivistInnen aus England und Frankreich teilgenommen. Wir haben zudem einen umgestalteten Golf mitgebracht, der mit Bildern und Botschaften von hunderten Online-Aktivisten beklebt war. Die Greenpeace-Kampagne wird seit 2011 von mehr als einer halben Million Menschen unterstützt. Die Liste dieser Unterstützer wollte Greenpeace am Donnerstag zusammen mit den Foto-Botschaften an VW-Chef Winterkorn übergeben. Aber: Kein VW-Vertreter war bereit, die Forderungen entgegenzunehmen.

Redaktion: Warum richtete sich der Protest explizit gegen Volkswagen als einer von vielen Messeausstellern?

Christoph von Lieven: Volkswagen ist der größte europäische Autohersteller und behauptet auch, der ökologischste zu sein. Der Golf ist das meistverkaufte europäische Auto. Wenn ein Auto zehn Millionen Mal verkauft wird, macht es einen großen Unterschied ob es im Durchschnitt 3 oder 4,5 Liter verbraucht. Wir haben Volkswagen in unserem Report "Vier Schritte zum 3-Liter-Golf" gezeigt, dass es möglich ist solche Autos zu bauen und wollen mit unseren Aktivitäten VW dazu bewegen, das endlich tun.

Redaktion: Wie hat VW reagiert?

Christoph von Lieven: Volkswagen veröffentlichte darauf eine Presseerklärung, in der der Golf 7 als „grünster Golf aller Zeiten“ bezeichnet wird. VW sollte Klimaschutz ernst nehmen - und nicht nur zum Werbezweck einsetzen.

Greenpeace fordert von VW, in seiner Konzernstrategie 2018 konkrete Umweltziele zu benennen und seine gesamte verfügbare Spritspartechnik in alle Modelle der Golf-Serie ohne Mehrkosten für den Kunden einzubauen.

  • Greenpeace-Aktivisten auf dem Pariser Autosalon 2012: Der neue Golf 7 verfehlt wieder wichtige Klimaschutzziele

    Volkswagen nebelt uns ein

    Überspringe die Bildergalerie
Ende der Gallerie

Petition

https://act.greenpeace.de/vw-klage

Für ein Recht auf Zukunft, nicht Verbrenner

Für ein Recht auf Zukunft, nicht Verbrenner. Greenpeace klagt gemeinsam mit mit dem Bio-Landwirt Ulf Allhoff-Cramer und Fridays for Future-Klimaaktivistin Clara Mayer mehr Klimaschutz bei Volkswagen ein. Unterstützen Sie die Klage mit Ihrer Unterschrift!

Unterstützen Sie die Klage gegen VW

0% vom Ziel erreicht

0 haben mitgemacht

0%

Mehr zum Thema

Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand Greenpeace Deutschland

Koalitionsbeschluss: Interview mit Martin Kaiser

  • 29.03.2023

Gestern verkündete die Ampel die Ergebnisse ihres Koalitionsausschusses. Mit verheerenden Beschlüssen zum Klimaschutz. Greenpeace-Chef Martin Kaiser im Interview.

mehr erfahren
Windräder vor Sonnenuntergang

Was ist der Treibhauseffekt?

  • 27.03.2023

Licht ist die Quelle allen Seins auf unserem Planeten. Dass es auf der Erde ein Klima gibt, in dem Menschen, Tiere und Pflanzen leben können, hängt mit unserer Erdatmosphäre zusammen.

mehr erfahren
Drought in Northern Italy

IPCC - Sachstandsbericht 6

  • 20.03.2023

Der neue Klimabericht der UN, der sogenannte IPCC-Bericht, liegt vor. Und wieder warnen die Wissenschaftler deutlicher als je zuvor vor den Folgen der Klimakrise.

mehr erfahren
Podium der 21. Klimaschutzkonferenz in Paris 2015

Klimakonferenz

  • 20.03.2023

Schon in den siebziger Jahren erkannten Forscher: Der Klimawandel wird eine ernste, weltweite Bedrohung für Mensch und Natur. Daher wurde 1979 die erste Klimakonferenz in Genf einberufen.

mehr erfahren
Rhein bei Duisburg Bruckhausen, Thyssenkrupp Steel Stahlwerk, Hochöfen, Sinteranlage, Kokerei Schwelgern, Ablöschwolke, Frachtschiffe

Unvermeidbare Restemissionen

  • 13.03.2023

Sogenannte “unvermeidbare Restemissionen” sollen in CO2-Speichern unter dem Meer verpresst werden. Doch wie viele sind wirklich unvermeidbar? Gibt es Alternativen? Fakten zur aktuellen CCS-Debatte.

mehr erfahren
Schmelzendes Meereis bei Grönland 07/30/2009

Eisschwund in Arktis und Antarktis

  • 10.02.2023

Für das Meereis in der Nordpolarregion ist keine Erholung in Sicht. Der Tiefstand 2022: 4,79 Millionen Quadratkilometer.

mehr erfahren